Partner Saudi-Arabien
Handel ohne Wandel

PremiumDeutschland sollte auf Distanz gehen zu den vermeintlichen Freunden in Riad. Das wäre nicht nur moralisch richtig, sondern auch politisch klug. Der Westen zahlt für die Partnerschaft einen hohen Preis. Eine Analyse.

DüsseldorfAls der damalige Wirtschaftsminister Philipp Rösler im Juni 2012 nach Riad flog, war es aus Sicht der deutschen Exportwirtschaft höchste Zeit: Die Saudis fühlten sich von der deutschen Politikelite vernachlässigt, und das drohte sich aufs Geschäft auszuwirken. Christian Wulff hatte als Bundespräsident auf gleich zwei Nahostreisen einen Bogen um Saudi-Arabien gemacht. Und bei der Beerdigung des saudischen Kronprinzen hatte sich die Bundesregierung 2011 durch den ehemaligen Außenminister Klaus Kinkel vertreten lassen. Ein diplomatischer Affront, Großbritannien hatte immerhin Prinz Charles geschickt.

An Bord des Regierungs-Airbus gen Riad bemühte Rösler damals die übliche Zauberformel, die gute Geschäfte mit schlechten Regimen rechtfertigen...

 
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