Pilotreport
IWF erwartet kostspieligere Eurokrise

Die Eurokrise in den Griff zu bekommen wird nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds länger dauern und teurer werden als bisher erwartet. Das ist das Ergebnis einer Studie des Instituts.
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WashingtonNach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds IWF hat die Schuldenkrise in der Eurozone die Stabilität des globalen Finanzsystems beeinträchtigt und eine Krisenbekämpfung wird länger dauern und kostspieliger sein als bislang erwartet. Das geht aus einem am Dienstag (Ortszeit) in Washington vorgelegten Pilotreport des IWF hervor, der die externe Kontrolle politischer Entscheidungen von Mitgliedsländern zum Thema hat.

Bislang sei eine Lösung der Schuldenkrise in der Eurozone nicht erfolgt und das erhöhte Stressniveau wirke sich auf andere Länder aus, hieß es vom IWF. Die Organisation beteiligt sich derzeit an den Rettungshilfen für Griechenland, Irland und Portugal und ist zugleich Kritik ausgesetzt, dass sie die Krisenzeichen des Jahres 2008 nicht in vollem Umfang erkannt habe.

Der neue Forschungsbericht befasst sich mit den Auswirkungen politischer Entscheidungen auf das globale Stabilitätsniveau und gibt Handlungsempfehlungen für innenpolitische Entscheidungen. Künftig, hieß es in der Studie weiter, wird sich der IWF zusätzlich dem Wechselkursniveau und der Innenpolitik zur Einschätzung einer Wirtschaftsentwicklung widmen. Die neuen Grundsätze sollen über einen Zeitraum von sechs Monaten eingeführt werden.

In den USA, hieß es vom IWF weiter, reduziere derzeit mit ihrer Geldpolitik die Gefahr eines längeren konjunkturellen Einbruchs. Eine expansive Geldpolitik in den USA und anderen Weltregionen sei entscheidend zur Verhinderung einer Kreditklemme und damit eines längeren und weltweiten konjunkturellen Abschwungs.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Pilotreport: IWF erwartet kostspieligere Eurokrise"

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  • Lieber "zermatt"! Machen Sie sich keine Sorgen um den mittleren Dienst, speziell in den exekutiven Behörden Polizei, Zoll uä. Ich denke zumindest hier in den NBLäern ist die "Bereitschaft" bzw "Überzeugung" trotz Dienst-, NICHT Amtseides`, aus der 89er Erfahrung heraus nicht besonders ausgeprägt, unsere Politkaste demnächst vor dem Volk zu schützen! Dazu hat man uns in den letzten Jahren zu oft im Stich gelassen!..man kann auch sagen "in den Arsch getreten.."! Siehe Friedrich gg.Seeger..

  • @Steuerschaetzer

    Völlig richtig. Ich bin sogar der Meinung, das die planwirtschaftliche Steuerung der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage per keysianischem defizit-Spending zum grossen Teil für die Deindustrialisierung verantwortlich ist.

    Es wird einfach verhindert, das sich das Preisniveau der Löhne an die Wirtschaftskraft anpasst.

    Übrig bleiben Schulden und mehr Arbeitslose.

    Real vegetierende Beispiele sind der Osten der ex-DDR nach der Währungsunion, die Euro-PIIGS und die USA.
    Das Gegenbeispiel ist Deutschland nach 2008.

  • "Die Eurokrise in den Griff zu bekommen wird nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds länger dauern und teurer werden als bisher erwartet."

    Das ist so, wenn man mit dieser unfähigen Mannschaft das Problem angehen will. Ohne als großer Prophet da zu stehen, kann man behaupten: Mit dieser Mannschaft wird man die Krise nie lösen.

    Der einfache Kassensturz zeigt doch schon, was hat es gekostet, was hat es gekostet. Das einzige was gewachsen ist, ist das Loch. Das Loch in der Kasse.

    Die Politiker haben uns doch schon dahin geschoben, wo nicht mal mehr die Spekulanten allein auf den Untergang wetten.

    So ist das eben, wenn man sich auf unseriöse Berater verlässt, die nur ihren eigenen Vorteil suchen. Und es wäre nicht rechtens diesen unseriösen Beratern die alleinige Schuld zu geben. Wenn der, der die Berater ruft, selbst überhaupt keine Ahnung hat und sich mit den eigenen Fachleuten anlegt und diese vergrault, muss sich die Hauptverantwortung anlasten lassen.

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