PKK-Führer
Öcalan ruft zum Abrüsten gegen die Türkei auf

Der bewaffnete Kampf der kurdischen Arbeiterpartei PKK gegen die Türkei ist vorbei. Zumindest wenn man dem Aufruf des inhaftierten PKK-Führers Abdullah Öcalan Glauben schenkt. Er fordert zur Abrüstung in der Türkei auf.
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IstanbulDer inhaftierte Chef der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK, Abdullah Öcalan, hat die Organisation zum Abrüsten im Konflikt mit der Türkei aufgefordert. „Ich appelliere an die PKK, im Frühjahr einen außerordentlichen Kongress zu halten“, verlas der türkische Abgeordnete Sirri Sureyya Onder von der pro-kurdischen Partei HDP am Samstag aus einem Brief Öcalans. Dabei solle eine „strategische und historische Entscheidung“ getroffen werden, den bewaffneten Kampf aufzugeben und ihn durch eine demokratische Politik zu ersetzen.

Die islamisch-konservative Regierungspartei AKP begrüßte den Aufruf Öcalans. Vize-Ministerpräsident Yalcin Akdogan sagte laut einem Bericht der „Hürriyet“, seine Regierung sei daran interessiert, die Friedensverhandlungen mit der PKK zum Abschluss zu bringen.

Öcalan sitzt seit 1999 im Gefängnis. In den vergangenen Jahren spielte er eine wichtige Rolle im Dialog mit der Regierung in Ankara. Viele Kurden hatten sich jüngst aber über den nur langsam fortschreitenden Friedensprozess beschwert. Die PKK hatte zuletzt im März 2013 einen Waffenstillstand im Kampf gegen die türkische Regierung ausgerufen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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