Preis für Menschenrechtsaktivisten
Kämpfer für Indiens Kastenlose

In Indien werden Kastenlose noch immer benachteiligt. Das will der Menschenrechtsaktivist Henri Tiphagne ändern. Nun wird er von Amnesty ausgezeichnet – in einer Zeit, da Indien über seine Kastenhierarchie diskutiert.

Berlin/Neu Delhi Je genauer der Rechtsanwalt und Aktivist Henri Tiphagne in seinem Heimatland Indien hinschaute, desto tiefere Abgründe taten sich auf. „Menschen, die einfach verschwanden, Unruhen zwischen Angehörigen verschiedener Religionsgemeinschaften, Gewalt gegen Frauen, Gräueltaten der Polizei, Folter“, zählt der 60-Jährige auf.
Tiphagne wollte nicht wegsehen. Statt wie geplant Arzt zu werden, studierte er Jura, um den Benachteiligten und Unterdrückten in Indien vor Gericht zu helfen. Seit vier Jahrzehnten engagiert sich Tiphagne für die Menschen, die in der größten Demokratie der Welt ihre Rechte kaum wahrnehmen können. Dafür wird Tiphagne nun mit dem Menschenrechtspreis von Amnesty International in Deutschland ausgezeichnet.

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