Preisbindung für Arzneimittel
Ende eines Privilegs

PremiumDer Europäische Gerichtshof hat die Preisbindung für rezeptpflichtige Medikamente gekippt. Den Apotheken droht nun härtere Konkurrenz. Patienten hoffen auf fallende Preise. Und die Union denkt schon über ein Verbot nach.

BerlinBislang funktioniert der Wettbewerb unter den 20 000 Präsenzapotheken vor allem über eine Stellschraube, und die heißt Lage, Lage Lage,“ versucht es der Vorsitzende des Bundesverbands der Versandapotheken, Christian Buse, auf den Punkt zu bringen. „Wer genug Geld hat, eine Apotheke in bester Lage zu betreiben, macht das bessere Geschäft.“ Und zwar über die Menge der verkauften rezeptpflichtigen Medikamente. Denn die Preise dieser RX-Präparate sind überall gleich, weil die Handelsspannen vom Gesetzgeber vorgegeben wurden, die Marge ist also quasi staatlich garantiert. Rabatte darf der Apotheker seinen Kunden daher nur auf nicht rezeptpflichtige Medikamente gewähren. Die sind aber in der Regel...

 
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