Privatisierung
Griechenland hadert mit Offerte für Staatsbetrieb

Um internationale Hilfsgelder zu bekommen, muss Griechenland Staatsbesitz privatisieren. Das will das Land aber nicht zu jedem Preis tun. Beim ersten großen Verkauf, dem Wettanbieter Opap, stößt eine Offerte auf Kritik.
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AthenGriechenland ist mit der Offerte für den staatlichen Anteil am heimischen Wettanbieter Opap offenbar nicht zufrieden. Das hoch verschuldete Euromitgliedsland forderte von dem verbleibenden Bieter ein höheres Gebot für die Beteiligung, wie aus Kreisen am Montagabend verlautete.

Ein Konsortium griechischer und tschechischer Investoren mit dem Namen Emma Delta wollte lediglich 622 Millionen Euro für den 33-prozentigen Anteil auf den Tisch legen. Die Gruppe habe nun bis zum Donnerstag Zeit, die Offerte nachzubessern.

Ein 33-prozentiger Anteil an Opap ist an der Börse rund 730 Millionen Euro wert. Ursprünglich hatten acht Parteien Interesse an dem Verkauf signalisiert.

Die Privatisierung von Staatsbesitz ist eine der zentralen Zusagen des von der Pleite bedrohten südeuropäischen Landes an die internationalen Geldgeber. Opap ist der erste große Verkauf von Staatsanteil unter dem Hilfsprogramm und damit ein wichtiger Testlauf.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Mit dem Angebot nicht zufrieden? Vielleicht ist der griechischen Regierung an der Privatisierung genauso wenig gelegen, wie an der Entlassung von "überflüssigen" Beamten aus dem Staatsdienst.

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