Problembewusstsein hat insgesamt zugenommen
USA blockieren Klimaverhandlungen

Die Gespräche beim UN-Klimagipfel in Buenos Aires über die Möglichkeiten der Treibhausgasreduzierung sind kurz vor dem Ende in einer Sackgasse.

HB BUENOS AIRES. „Es ist uns bisher noch nicht gelungen, das Tor zur klimapolitischen Zukunft aufzustoßen“, sagte der deutsche Unterhändler Karsten Sach am letzten regulären Tag der Konferenz. Auch nach einer Nachtsitzung gebe es keine Einigung über die Frage, wie es bei der Reduzierung der Treibhausgasemissionen weitergehen könne. Hier blockierten die USA, die bei geplanten Treffen im kommenden Jahr eine „statische“ Position hätten und jede Diskussion über künftige Maßnahmen ablehnten, sagte Sach weiter.

Keine Einigung gebe es bisher auch über die Freigabe der Fonds, aus denen die ärmsten Länder Beihilfen bei der Anpassung an den schon stattfindenden Klimawandel erhalten sollen. Hier sei Saudi Arabien das Problem, dass ebenfalls Hilfen bei der Anpassung seiner Wirtschaft fordere, sollten die Klimaschutzmaßnahmen wie geplant zu einem geringeren Weltverbrauch an Erdöl führen. Diese Forderung des äußerst wohlhabenden Landes hatte die argentinische Präsidentschaft der Konferenz als „klare Blockadehaltung“ zur Verhinderung von Fortschritten insgesamt gebrandmarkt.

Sach hob hervor, dass bei allen Differenzen das Problembewusstsein für den Klimaschutz insgesamt im Vergleich zu früheren Konferenzen stark zugenommen habe. Inzwischen würden auch aufstrebende Entwicklungsländer wie China, Indien und Brasilien grundsätzlich anerkennen, dass sie einen Beitrag zu leisten hätten. Aber auch diese Länder seien angesichts der geplanten Gespräche über den zukünftigen Klimaschutz nach dem Verpflichtungszeitraum des Kyoto-Protokolls ab 2012 skeptisch und befürchteten, dass „aus informellen Gesprächen schleichend Verhandlungen werden könnten“, berichtete Sach.

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