Qualität der Ausbildung in Frage gestellt
Washington: Iraks Polizei wird von Aufständischen unterwandert

Die neugebildeten Polizeikräfte im Irak sind von Aufständischen unterwandert worden. Das geht aus einem Bericht hervor, den die US-regierung am Montag veröffentlichte. Nun sollen alle Aufnahmeanträge neu geprüft werden.

HB WASHINGTON. Die interne Revision von Außenministerium und Pentagon spricht von einer strengst möglichen Nachprüfung der Aufnahmeanträge. Als Konsequenz müsse auch das irakische Innenministerium enger in den Auswahlprozess einbezogen werden.

Angesichts von 1600 getöteten Polizisten stellt der US-Bericht auch die Qualität der Ausbildung von irakischen Sicherheitskräften in Frage. Es herrsche der Eindruck, dass die Ausbildungsprogramme „Kanonenfutter“ produziert hätten und sich die so genannten Polizisten nicht selbst verteidigen könnten, heißt es weiter. Aus Angst vor Attentaten von Extremisten halten einige Beamte im Irak sogar vor ihren Nachbarn geheim, dass sie für die Polizei arbeiten.

Bereits in der vergangenen Woche kam eine Untersuchung des Pentagons zu dem Schluss, dass nur eine kleine Zahl der irakischen Sicherheitskräfte Militäroperationen ohne Hilfe der von den USA geführten Koalition ausführen können.

Auf einer Islamisten-Internetseite tauchte am Dienstag eine Botschaft im Namen der Terrorgruppe von Abu Mussab al-Sarkawi auf, in der die Ermordung der beiden algerischen Diplomaten angekündigt wurde, die vergangene Woche in Bagdad entführt worden waren. In Kirkuk wurde der Kommandeur des 2. Bataillons der irakischen Armee, Oberst Ali Challaf, bei einem Sprengstoffanschlag schwer verletzt. Ein pakistanischer Lastwagenfahrer kam bei einem Sprengstoffanschlag auf einen von US-Militärs begleiteten Konvoi zwischen Balad und Tikrit in der Nacht zum Dienstag ums Leben.

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