Rätselhafter Vorfall
Mitarbeiter der italienischen Botschaft im Jemen entführt

Bewaffnete haben das Innenministerium des Jemen gestürmt und einen Mitarbeiter der italienischen Botschaft entführt. Offenbar hängen die Kämpfer am Ex-Präsidenten, der im Arabischen Frühling entmachtet wurde.
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Sanaa / RomIm Jemen ist am Sonntag ein italienischer Botschaftszugehöriger entführt worden. Zudem stürmten etwa 100 bewaffnete Stammeskämpfer das jemenitische Innenministerium in der Hauptstadt Sanaa und besetzten es.

Ein Sprecher des italienischen Außenministeriums sagte, bei dem Entführten handele es sich um einen Beamten der italienischen Militärpolizei. Er ist in der Botschaft in Sanaa für Sicherheitsfragen zuständig.

Die Kriseneinheit des Ministeriums aktivierte sofort alle Verbindungen in der Region, um Näheres über das Schicksal des Mannes zu erfahren. Weitere Details wollte der Sprecher nicht nennen.

Nach der Erstürmung des Innenministeriums nahmen die Stammeskämpfer zunächst Geiseln, ließen diese aber nach einigen Stunden wieder frei, sagte ein Vertreter des Ministeriums. Das Gebäude werde jedoch nach wie vor von den Männern besetzt. Sie hätten gefordert, in den Polizeidienst eintreten zu dürfen.

Viele Stammesangehörige hatten jüngst auf Seiten der Regierungstruppen gegen islamistische Extremisten im Süden des Jemen gekämpft. Allerdings hegen einige von ihnen auch Sympathien für den einstigen Präsidenten Ali Abdullah Saleh, der nach einem Volksaufstand die Macht abgeben musste.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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