Raketenabwehr
Obama schreibt geheimen Brief an Moskau

US-Präsident Barack Obama hat nach einem Bericht der „New York Times“ dem russischen Präsidenten Dmitri Medwedew angeboten, auf die Aufstellung der umstrittenen Raketenabwehr in Mitteleuropa zu verzichten. Wie die Zeitung am Dienstag schreibt, soll Moskau im Gegenzug dabei helfen, die Entwicklung von iranischen Langstreckenraketen zu verhindern.

HB WASHINGTON. Der „geheime“ Brief Obamas sei Medwedew von einem hochrangigen US- Regierungsbeamten vor drei Wochen überreicht worden. Darin heiße es, die USA benötigten das Raketenabwehrsystem nicht, falls der Iran jede Anstrengungen einstelle, Nuklearsprengköpfe und ballistische Raketen zu bauen. Russland hatte sich vehement gegen die Raketenpläne gewandt, die Obamas Amtsvorgänger George W. Bush initiiert hatte.

Nach Angaben der „New York Times“ hat Russland bisher auf den Brief offiziell nicht reagiert. Aus Moskau sei aber verlautet, dass Außenminister Sergej Lawrow am kommenden Freitag mit seiner amerikanischen Amtskollegin Hillary Clinton über das Thema Raketenabwehr sprechen wolle. Obama und der russische Präsident Medwedew werden sich dann am 2. April erstmals bei dem G20-Gipfel in London treffen. Nach den Bush-Plänen wollen die Amerikaner in Polen zehn Abwehrraketen stationieren und in Tschechien die dazugehörige Radaranlage installieren.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%