Rasche Verhandlungen
Bald erste Hilfszahlungen für Spaniens Banken

Spaniens angeschlagene Banken könnten schon bald die ersten Hilfsgelder erhalten. Laut Wirtschaftsminister de Guindos kommen die Verhandlungen gut voran. Positiv stimmen den Politiker auch die Zahlen vom Arbeitsmarkt.
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MadridDie Verhandlungen über die Hilfszahlungen für die spanischen Banken kommen rasch voran: Die Institute könnten schon innerhalb der kommenden Wochen Geld erhalten, sagte Wirtschaftsminister Luis de Guindos am Dienstag in Madrid. Die Banken haben dann Zugang zu bis zu 100 Milliarden Euro. Die genauen Summen und Zinsen werden jedoch noch ausgehandelt. Sie sollen während eines Treffens der Euro-Finanzminister am 9. Juli bekannt gegeben werden.

Die spanische Regierung werde das Geld in Tranchen an die Banken weiterleiten und nicht als Einmalzahlung, erklärte der Minister weiter. Die Banken sollten das Geld abhängig von ihrer wirtschaftlichen Lage zu unterschiedlichen Bedingungen erhalten. Insgesamt werde der Kredit günstig sein.

De Guindos äußerte sich außerdem vorsichtig zufrieden mit den neuesten Arbeitsmarktzahlen. Danach ging die Zahl der Bezieher von Arbeitslosengeld in Spanien im Juni deutlich zurück. Das Arbeitsministerium erklärte am Dienstag in Madrid, die Zahl der Berechtigten sei um fast 99.000 auf 4,6 Millionen gesunken. Es war der dritte Rückgang innerhalb von drei Monaten und der stärkste in einem Juni, der je verzeichnet wurde. Hintergrund sind vor allem Einstellungen in der Tourismus-Branche vor der beginnenden Reisezeit.

Die Arbeitslosenquote wird getrennt und pro Quartal gemeldet. Zuletzt betrug sie Ende März 24,4 Prozent. Das ist der höchste Wert innerhalb der Eurozone. Von den unter 25-Jährigen waren sogar 52 Prozent ohne feste Arbeit.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Rasche Verhandlungen: Bald erste Hilfszahlungen für Spaniens Banken"

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  • Wo und durch wen kann ich meine Verluste ausgleichen lassen? Jedem "normalen" Unternehmer muß bei dieser Banken-Retterei doch das Messer in der Tasche aufgehen!

  • das beste ist doch dieser witz. der staat bekommt das geld und leitet es in gestaffelten tranchen weiter. durch die tageszinssätze könnte sich der staat gleich ein wenig selbstv refinanzieren bzw. er erhält 100 mrd. und gibt halt nur soviel an die banken weiter, wie es auch nötig ist. der staat behält die restkohle und macht sich damit ein schönes leben. am liebsten würde ich gleich nach berlin oder brüssel fahren und mal anfangen, jedem einzelnen eurokraten in den hintern zu treten für diese dummheiten.

  • Wie kann denn schon in wenigen Wochen Geld fließen? Aus welchem Topf soll das kommen und wer hat das legetimiert?

    Ich glaube, ich bin im falschen Film.

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