Reaktion auf Putsch
USA stoppen Militärhilfe für Honduras

Die Vereinigten Staaten haben ihre Militärhilfe für Honduras vorerst ausgesetzt. Wegen des Staatsstreichs gegen Präsident Zelaya sei entschieden worden, die Unterstützung von rund 16 Millionen Dollar einzufrieren, erklärte die US-Botschaft in der honduranischen Hauptstadt Tegucigalpa.

HB SAN JOSE. Die US-Botschaft in Tegucigalpa kündigte diesen Schritt unmittelbar vor Vermittlungsgesprächen an, zu denen am Donnerstag der gestürzte honduranische Präsident Manuel Zelaya und die Anführer des Staatsstreichs zusammenkommen sollten. Politische Beobachter werteten dies als Versuch der USA, Druck auf die Übergangsregierung von Roberto Micheletti auszuüben.

Betroffen ist ein militärisches Hilfsprogramm für Honduras im Umfang von 16,5 Mio. Dollar. Wie die US-Botschaft am Mittwoch weiter mitteilte, könnten weitere Hilfen von 180 Mio. Dollar gestrichen werden. Nicht zur Disposition stehe allerdings humanitäre Hilfe für die honduranische Bevölkerung wie Nahrungsmittel, Aids-Prävention und Hilfe für die Kinder.

Zelaya war Ende Juni im Streit über eine zweite Amtszeit vom Militär außer Landes gebracht worden. Der Putsch löste Proteste in Honduras und massive internationale Kritik aus. Zelaya beharrt auf eine Rückkehr in sein Amt. Bei seiner Ankunft zu den Vermittlungsgesprächen in Costa Rica sagte Zelaya, er erwarte von den Putsch-Anführern, dass sie innerhalb von 24 Stunden den Verzicht auf die Macht bekanntgeben.

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