Reaktion auf Ukrainische Staatskrise
EU-Außenbeauftragter Solana kritisiert Putins Warnungen

Der EU-Außenbeauftragte Javier Solana hat sich kritisch zu den Äußerungen des russischen Präsidenten Wladimir Putin über die Rolle Europas bei der Präsidentenwahl der Ukraine geäußert.

HB PARIS. Die Warnung Putins vor dem Westen als „strenger Onkel im Tropenhelm“ „geht zu weit“, sagte Solana am Mittwoch im französischen Rundfunk. Die Europäer wollten in der Ukraine „ein sauberes Wahlverfahren, gut geführt und ohne Betrug“, sagte Solana in einem Interview von Den Haag aus.

Putin habe „ebenso wenig ein Recht auf Einmischung in die inneren Angelegenheiten der Ukraine wie wir“.

Putin hatte am Montag zu verstehen gegeben, dass der Westen die Staaten der früheren Sowjetunion fast wie ein Kolonialgebiet behandele. Es gehe nicht an, „dass irgendein guter, aber strenger Onkel im Tropenhelm den Menschen zweiter Klasse, denen mit politisch dunkler Hautfarbe, sagt, wie sie sinnvoll leben sollen“, hatten russische Nachrichtenagenturen den Kreml-Chef zitiert.

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