Rede zur Lage des Präsidenten
„Yes we can“ - Teil zwei

Dieses Mal geht Obama mit dem Amtsbonus in den Wahlkampf. Doch Jobkrise und Zukunftsängste haben den US-Präsidenten in die Defensive gedrängt. In der Rede zur Lage der Nation will er seine alte Botschaft neu definieren.
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New YorkEs ist die ganz große Bühne. Auf dem Hügel des Kapitols, vor respektvoll applaudierenden Abgeordneten und erwarteten gut 50 Millionen Fernsehzuschauern, wird US-Präsident Barack Obama heute zur Primetime in den USA seine „State Of The Union“ halten, die Rede zur Lage der Nation. Selten bekommt der Präsident so viel Aufmerksamkeit. Wie kleinkariert werden dagegen die Auftritte der republikanischen Herausforderer wirken, die derzeit streitend durch den Vorwahlkampf trampeln.

Offiziell geht es bei der alljährlichen Rede um den Zustand des Landes. Doch mindestens genauso sehr geht es um Obama selbst – eine Rede zur Lage des Präsidenten. Er muss klarmachen, warum es für die Amerikaner das Beste wäre, wenn er auch noch die nächste State Of The Union halten würde. 2013, nach den Präsidentschaftswahlen im November dieses Jahres.

Deshalb muss Obama heute ein Kunststück schaffen: Wahlkampf machen, ohne Wahlkampf zu machen. Denn die Gegner werfen ihm nur zu gerne vor, statt zu regieren nur an seine Wiederwahl zu denken und die Probleme der Nation zu ignorieren. „Das ist erbärmlich“, kommentierte John Boehner, mächtiger Sprecher des Repräsentantenhauses schon mal vorab.

Das Volk, zu dem Obama sprechen wird, ist tief verunsichert: Die Arbeitslosigkeit ist mit 8,5 Prozent noch immer viel zu hoch, die Mittelschicht bröckelt ab, der Häusermarkt liegt noch immer am Boden, die Schulden türmen sich – und Hoffnung ist rar. Das sind die Themen, auf die es bei der Wahl ankommen wird. Es sind aber auch die Themen, bei denen Obama nicht viel zu bieten hat, zumindest für einen Wahlkampf. Seine Zustimmungsraten dümpeln seit Monaten unter 50 Prozent.

Der Präsident wird sich deshalb heute als Verfechter der Mittelklasse verkaufen, die von der wirtschaftlichen Misere, aber auch von der wachsenden Kluft zwischen Arm und Reich besonders betroffen ist. Er wird über höhere Steuern für Reiche sprechen, über Bildung für Arme, Hilfen für Firmen, die Jobs schaffen und neue Programme für überschuldete Hausbesitzer.

„Ich werde eine Blaupause vorlegen für eine Wirtschaft, die beständig ist“, kündigte der Präsident am Samstag in einer Videobotschaft an. „Eine Wirtschaft, die für jeden da ist, nicht nur für die wenigen Reichen“. Die State Of The Union soll an seine Rede vergangenen Monat in Kansas anknüpfen. Damals hatte er, von Anhängern sehnlichst erwartet, auf Angriff geschaltet. Es gelte ein Amerika zu erschaffen, „in dem jeder eine faire Chance bekommt, jeder einen fairen Beitrag leistet und jeder nach denselben Regeln spielt“.

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  • Der Meister der grossen Sprueche Obama ist unfaehig und voellig untragbar. Leider scheinen die Alternativen fuer die Wahl gar noch unfaehiger zu sein, so dass er leider gute Chancen hat wiedergewaehlt zu werden.

    Oft denke ich, die Lobbys schicken bewusst schwache Kanditaten in das Rennen, damit sie hinterher mehr Manipulationsmoeglichkeiten des Praesidenten haben. Ein starker und eigenwilliger Praesident waere da hinderlich.

  • Die Täuschung:
    http://www.youtube.com/watch?v=UgX2UQ3Nd3k

  • Unsinn, die Deutschen sollten weder raus aus der Nato noch aus der EU und ich habe auch nichts gegen die Amerikaner, ganz im Gegenteil, aber ich zweifle an der amerikanischen Politik des 21. Jahrhunderts.

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