Reform der Währungsunion
Brüsseler Spitzen gegen Berlin

PremiumDie EU-Kommission hat Reformvorschläge zur Vertiefung der Wirtschafts- und Währungsunion vorgelegt. Lediglich Sondierungscharakter sollen die 40 Seiten haben. Doch das Papier hat es in sich.

BrüsselDie EU-Kommission gab sich ganz bescheiden. Man wolle lediglich „einen Diskussionsbeitrag leisten“, sagte der Vizepräsident der Behörde, Valdis Dombrovskis. Das am Mittwoch vorgelegte „Reflexionspapier zur Vertiefung der Wirtschafts- und Währungsunion“ habe nur „Sondierungscharakter“ und stelle „eine Reihe von Optionen zur Auswahl“.

So unverfänglich wie zunächst angekündigt waren die Reformvorschläge der Kommission dann aber nicht. Vor allem der letzte Teil des 40-seitigen Papiers dürfte in Berlin und Paris für Stirnrunzeln sorgen. Darin geht es darum, wer bis zum Jahr 2025 die wirtschafts- und fiskalpolitische Führung der Euro-Zone übernimmt: Ein in Brüssel angesiedeltes Schatzamt „könnte“ die Haushaltspolitik der Euro-Staaten überwachen, „sichere“...

 
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