Regierungskreise
Obama besucht als erster US-Präsident Birma

Noch nie ist ein amtierender US-amerikanischer Präsident nach Birma gereist. Das soll sich nun offenbar ändern. Barack Obama werde noch im November in das asiatische Land kommen, heißt es dort in Regierungkreisen.
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RangunAls erster amtierender US-Präsident plant Barack Obama offenbar einen Besuch im jahrzehntelang militärregierten Birma. "So wie ich gehört habe, kommt Präsident Obama am 19. November nach Myanmar", sagte am Donnerstag ein Vertreter der Regierung des asiatischen Landes, der anonym bleiben wollte.

Vorgesehen seien Treffen mit Birmas Präsidenten Thein Sein sowie mit der Oppositionschefin und Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi. Eine Bestätigung seitens der USA war nicht zu erhalten. Der am Dienstag wiedergewählte US-Präsident wird am 18. November beim Asean-Gipfel südostasiatischer Staaten in Kambodscha erwartet.

Der Besuch wäre ein weiteres deutliches Signal, dass die USA eine Normalisierung ihrer Beziehungen zu Birma verfolgen, das nach einem halben Jahrhundert rigider Militärherrschaft seit März vergangenen Jahres von einem quasi-zivilen Präsidenten geführt wird.

Thein Sein stammt aus dem Militär, hat aber Reformen und eine vorsichtige Öffnungen seines Landes nach außen angestoßen. Die USA haben deshalb dieses Jahr ihre Sanktionen ausgesetzt. Im November 2011 reiste Hillary Clinton als erste US-Außenministerin seit mehr als 50 Jahren nach Birma.

Obama strebt eine Stärkung der Beziehungen zu Ländern im erweiterten pazifisch-asiatischen Raum an. Birma, das von der Militärjunta in Myanmar umbenannt worden war, orientierte sich in den Jahren der Isolation verstärkt gen China, will nun aber sein Verhältnis zum Westen stärken. Zahlreiche amerikanische Unternehmen stehen bereits in den Startlöchern, um in Birma zu investieren.

 
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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