Reyes zieht Konsequenzen aus Meuterei
Philippinischer Verteidigungsminister tritt zurück

Vier Wochen nach der gescheiterten Meuterei von mehr als 300 Soldaten ist der philippinische Verteidigungsminister Angelo Reyes zurückgetreten. Er wolle damit Präsidentin Gloria Macapagal Arroyo „freie Hand“ geben, um neuerliche Komplotte gegen die Regierung zu unterbinden, sagte Reyes am Freitag in Manila.

HB/dpa MANILA. Ein Sprecher Arroyos teilte mit, dass die Staatschefin mit sofortiger Wirkung die Leitung des Verteidigungsressorts selbst übernehme.

Ende Juli hatten sich 355 Soldaten in einem Geschäftszentrum der Hauptstadt Manila verbarrikadiert und den Rücktritt Arroyos, Reyes' und des Chefs des Militärgeheimdienstes, Victor Corpus, wegen angeblicher Korruption gefordert. Die Meuterer, darunter viele Offiziere, gaben dann allerdings nach 19 Stunden und Verhandlungen mit der Regierung auf. Corpus legte wenig später sein Amt nieder. Auch Reyer geriet anschließend unter Druck.

Die philippinischen Sicherheitskräfte sind seit der gescheiterten Meuterei in erhöhter Alarmbereitschaft, da nach Einschätzung der Geheimdienste die Gefahr eines möglichen Umsturzversuchs durch Oppositionelle und Regierungskritiker noch nicht gebannt sei. Nach Angaben des Militärs hatten die Anstifter des Soldatenaufstandes geplant, den Präsidentenpalast zu besetzen und Arroyo zu töten.

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