Rohstoffabbau
Proteste gegen „Ausbeutung“ der Mongolei weiten sich aus

In der Mongolei sind dutzende von Oppositionellen in einen Hungerstreik getreten. Sie protestieren damit gegen die Regierung und eine vermeintliche Ausbeutung des Landes durch ausländische Rohstoffkonzerne.

HB ULAN-BATOR. Zuvor hatten in der Hauptstadt Ulan-Bator mehr als 10000 Anhänger verschiedener Bürgerbewegungen demonstriert. Lebensgroße Papierpuppen von Präsident Nambar Enkhbayar und dem Ministerpräsidenten und Vorsitzenden der reformkommunistischen Revolutionspartei (MRVP), Mieagombo Enkhbold, wurden verbrannt.

Die Proteste richten sich auch gegen den Mongolei-Chef des internationalen Bergbau-Konzerns Ivanhoe Mines, Robert Friedland, der aufgefordert wurde, das Land zu verlassen. Die Demonstranten werfen dem Konzern vor, die Bodenschätze der Mongolei auszubeuten, ohne dass das arme Land ausreichend am Gewinn beteiligt werde. Nach Angaben der Opposition stehen einige hundert weitere Menschen bereit, ebenfalls in den Hungerstreik zu treten. Die Oppositionellen fordern den Rücktritt von Regierung, Präsident und Parlament, die sie für korrupt halten.

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