Rote Moschee
Druck auf Koranschüler nimmt zu

Die radikalen Koranschüler haben vier Tage nach Beginn des Konflikts um die Rote Moschee in Islamabad zum ersten Mal eine fünfköpfige Verhandlungsdelegation auf das Gelände gelassen. Sie hätten Medizin und Nahrungsmittel gebracht, hieß es. Zudem wollten sie den radikalen Prediger Abdul Rashid Ghazi zur Aufgabe überreden. Doch ihr Plan ging nicht auf.

HB ISLAMABAD. Der Konflikt um die Rote Moschee in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad bleiben die Fronten verhärtet. Am Samstag waren innerhalb kurzer Zeit elf starke Explosionen in der Umgebung zu hören. Die fünfköpfige Verhandlungsdelegation brach daraufhin ihren Versuch ab, mit dem radikalen Prediger Abdul Rashid Ghazi über eine Aufgabe zu sprechen.

Die Delegation, zu der Abgeordnete und religiöse Führer zählten, wollte auch Medizin und Nahrungsmittel in die Moschee bringen, wo sich noch immer Hunderte radikale Koranschüler verschanzt haben sollen. Sie lehnen einen weltlichen Staat ab und sympathisieren mit den Taliban im benachbarten Afghanistan.

Nach unbestätigten Angaben von Koranschülern sollen auf dem Moscheegelände zahlreiche Leichen liegen, die in der Hitze verwesten. Nach Ghazis Angaben, für die es keine Bestätigung gab, wurden allein am Samstag 70 Menschen bei dem Beschuss der Armee getötet.

Unterdessen untersuchte die Regierung die Hintergründe eines gescheiterten Anschlags auf Präsident Pervez Musharraf am Freitag. Die Präsidentenmaschine war nach dem Start in Islamabad beschossen worden. Direkt danach hatten radikal-islamische Studenten in der Moschee im Fernsehen erklärt, ihre Anhänger hätten den Anschlag verübt.

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