Ruanda-Konflikt
Deutsches Gericht verurteilt Afrikaner wegen Massaker

Der Verantwortliche am Tod von 400 Ruandern muss 14 Jahre hinter Gitter. Dies entschied das Frankfurter Oberlandesgericht, vor dem sich ein Asylbewerber verantworten musste. Das Blutbad fand unter seinen Augen statt.

FrankfurtWegen eines Massakers in einer Kirche im ostafrikanischen Ruanda ist ein 56-jähriger Angeklagter in Frankfurt zu 14 Jahren Haft verurteilt worden. Es ist das erste Urteil eines deutschen Gerichts zur Schuld an einem Massaker während des Völkermordes in Ruanda.

Der Mann - ein früherer Bürgermeister - habe seine Anhänger vor 20 Jahren zu dem Blutbad in der Ortschaft Kiziguro aufgestachelt und sich damit der Beihilfe zum Völkermord schuldig gemacht, urteilte das Oberlandesgericht am Dienstag. In Kiziguro waren 1994 mindestens 400 Menschen ums Leben gekommen.

Das Massaker wurde vor einem deutschen Gericht verhandelt, weil der Mann aus Ruanda geflohen war...

 
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