Rubel-Verfall
Russland prüft Preisgrenzen für Lebensmittel

Westliche Sanktionen, Absturz des Rubels und Ölpreisverfall: Im arg gebeutelten Russland lässt die Inflation die Preise immer weiter steigen. Nun prüft die Regierung die Einführung von Preisgrenzen für Lebensmittel.
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MoskauDie russische Regierung prüft wegen des Rubelverfalls und der anziehenden Inflation die Einführung von Preisgrenzen für Grundnahrungsmittel. Zurzeit werde untersucht, wie Preiskontrollen für wichtige Lebensmittel in das Gesetz eingebunden werden könnten, sagte der stellvertretende Ministerpräsident Arkadi Dworkowitsch am Dienstag nach Angaben der Agenturen RIA und Interfax. Möglicherweise erhielten auch die Wettbewerbshüter mehr Kompetenzen, um bereits bestehende Einschränkungen für den Einzelhandel durchzusetzen.

Der Ankündigung gingen landesweite Inspektionen von Läden voraus, um nach Anweisung der Generalbundesanwaltschaft ungerechtfertigte Preiserhöhungen aufzudecken. Führende Lebensmittelketten hatten bereits mitgeteilt, dass die Preiserhöhungen ihrer Produkte hinter der Inflationsrate zurückblieben.

Die Regierung rechnet mit weiter steigenden Preisen und einer Teuerungsrate von zwölf Prozent bis zum Jahresende. Dem einst boomenden Schwellenland machen insbesondere die westlichen Sanktionen wegen der Ukraine-Krise und der stark fallende Ölpreis zu schaffen. Zudem trieb ein Import-Verbot auf mehrere Lebensmittel aus dem Westen die Preise nach oben.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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