Rumänien und Bulgarien mit demokratischen und wirtschaftlichen Mängeln
EU-Beitritt macht harte Reformen notwendig

Die Europäische Kommission will in Zukunft mit den Beitrittskandidaten härtere Verhandlungen über die Umsetzung von notwendigen Reformen führen.

HB BRÜSSEL. Rumänien und Bulgarien müssen vor dem geplanten Beitritt zur Europäischen Union 2007 ihre demokratischen und wirtschaftlichen Reformen dauerhaft verankert haben. Anderenfalls könne ein Beitritt um ein Jahr verschoben werden, sagte EU-Erweiterungskommissar Günter Verheugen am Mittwoch vor dem Europäischen Parlament in Brüssel. Grundsätzlich gehe die Kommission davon aus, dass beide Länder das Ziel schaffen. Verheugen hofft, dass die Verhandlungen mit Rumänien noch in diesem Jahr abgeschlossen werden können. Mit Bulgarien ist das schon geschehen. Die belgische Tageszeitung „De Morgen“ aus Brüssel bewertet diese Entscheidung in ihrer Ausgabe vom Mittwoch als Fortschritt: „Beide Länder sind Paradiese der organisierten Kriminalität, Drehscheiben des Menschenhandels und des Drogenschmuggels, und den Status echter parlamentarischer Demokratien können sie sich auch nicht wirklich zumessen. Darum hat die Europäische Kommission schon wissen lassen, dass künftig mit Kandidatenländern härtere Verhandlungen geführt werden. Brüssel wird sich nicht länger mit Versprechen über einzuführende Reformen zufrieden geben, sondern wird erst ihre konkrete Verwirklichung sehen wollen. Dies wird für Bulgarien und Rumänien gelten und auch für Kroatien, mit dem die Beitrittsverhandlungen im kommenden Jahr beginnen.“

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%