Rumsfeld weist Forderungen zurück
Militärexperten für mehr Truppen im Irak

US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld hat Forderungen nach einer Verstärkung der US-Truppen im Irak zurückgewiesen.

Reuters SAN ANTONIO. Der für die Militäroperationen im Irak zuständige US-General John Abizaid habe erklärt, dass die Zahl der US-Soldaten im Irak ausreichend sei, sagte Rumsfeld am Montag auf einem Luftwaffenstützpunkt nahe San Antonio. „Ich kann ihnen versichern, wenn General Abizaid das empfehlen würde, würde es innerhalb einer Minute geschehen“, sagte er zu den Forderungen. „Aber er hat es nicht empfohlen.“ Die Nationale Sicherheitsberaterin Condoleezza Rice rief die US-Bevölkerung zur Geduld auf. „Wenn Amerikaner eine noble Sache in Angriff nehmen, bringen wir sie auch zu Ende“, sagte sie. Seit dem Ende der Hauptkampfhandlungen im Irak seien erst 117 Tage vergangen.

Kongressabgeordnete beider Parteien sowie Militärexperten haben angesichts der ständigen Angriffe auf US-Einheiten von der Regierung die Entsendung weiterer Soldaten verlangt. Der einflussreiche republikanische Senator John McCain aus Arizona hatte am Wochenende mindestens eine weitere Division gefordert - bis zu 20 000 Soldaten. Die Bemerkungen von Rumsfeld und Rice wurden als Vorgriff auf den Inhalt einer Rede von US-Präsident George W. Bush gesehen, die er am Dienstag in St. Louis halten sollte. Dabei sollte Bush auch zu dem Stand des von ihm ausgerufenen Kriegs gegen den Terrorismus Stellung nehmen.

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