Russische Präsidentenwahl
Wahlbeobachter beklagen viele Unregelmäßigkeiten

Begleitet von einem beispiellosen Einsatz tausender Beobachter stimmen die Russen über die Rückkehr von Wladimir Putin in den Kreml ab. Das Ergebnis ist wohl eine klare Sache, nur die Höhe des Putin-Siegs ist offen.
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MoskauDie Mehrheit der Stimmen geht an die Opposition, berichtete Russlands staatliche Nachrichtenagentur Ria Nowosti. Gemeint war jedoch die Parlamentswahl in Iran, nicht die Abstimmung im eigenen Land. Die Schlappe für Mahmud Ahmadinedschad war am Samstag eines der Topthemen der Agentur, die die Innenpolitik ein wenig in den Hintergrund drängten. Die 24 Stunden unmittelbar vor der Präsidentenwahl gelten in Russland als „Tag der Ruhe“, an dem jede Wahlwerbung verboten ist. Die Wähler sollen ihre Entscheidung ohne Einfluss von außen fassen können, lautet die Erklärung.

Wenn heute Abend die Wahlbüros in der westlichen Exklave Kaliningrad schließen und erste Ergebnisse eintreffen, werden die Schlagzeilen kaum zugunsten der Opposition formuliert. Denn die Entscheidung über Russlands höchstes Staatsamt dürfte bereits gefallen sein.

Umfragen sehen Wladimir Putin als klaren Favoriten. Das beste Ergebnis sagen ihm die unabhängigen Meinungsforscher des Lewada-Zentrums voraus. Zwei Drittel der Wählerstimmen kann Putin, der nach vier Jahren als Regierungschef zurück in den Kreml will, bekommen.

Auch in anderen wichtigen Umfragen liegt er über 50 Prozent und muss damit wohl nicht in eine Stichwahl. Ob Putin die Wahl im ersten oder zweiten Durchgang gewinnt, schien zuvor die einzig noch offene Frage zu sein.

Doch nun sieht es so aus, als ob ihn kein Gegenkandidat in eine zweite Runde zwingen kann. Weder der Multimilliardär Michail Prochorow, noch der Kommunist Gennadij Sjuganow oder der Rechtspopulist Wladimir Schirinowskij und schon gar nicht der linkskonservative Sergej Mironow. Insgesamt sind 110 Millionen Menschen zur Wahl aufgerufen. Der nächste Präsident wird erstmals für sechs Jahre gewählt.

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  • und da deutschland keinen arsch in der hose hat wird angie die erste sein mit glückwünschen

  • So ist das nunmal: Freedom 4 money vs money 4 freedom.
    Nix haben die kapiert.
    Ich werde meine Anzüge künftig anderswo als ausgerechnet in London anfertigen lassen.

    Bis dahin werden die vielleicht ihren endlich fälligen strategischen Atomkrieg abgefackelt haben.

    Bislang versuchen sie die Menschen an ihren Fickfuck zu gewöhnen: kleine, überschaubare Kriegsherde mit taktischen Atomwaffen (Kosovo:Scharping, afghanistan zum brunnenbohren und menschen retten)), um danach bike-president of the united states (worldover) of wankers zu werden.

    we love u

  • Bei Angst gehen schonmal gleich alle Lichter aus:
    Costa Concordia: deswegen: ohne Führung beneh,men die sich wie die letzten Dreckschweine.
    Umso bedauerlicher, daß Amerikaner Freitheit mit Führungslo9sigkeit zusehends zu verwechseln scheionen.
    Und die Russen kacken dazu.
    Kinder, lassen wir das doch alles mit dem Fortschritt der Spezies gleich.
    Gehen wir in unsere ESO-Ecken, um endlich zu zünden, was wir können: absolute Selbstvernichtung.

    Ich sage: Nein!

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