Sadr-Anhänger sollen straftrechtlich nicht verfolgt werden
Radikaler Prediger einigt sich mit irakischer Regierung auf Waffenruhe in Bagdad

Die Miliz des radikalen Geistlichen al Sadr wird ihre Angriffe auf US-Soldaten im Bagdader Stadtteil Sadr-City einstellen. Im Gegenzug ging die irakische Regierung auf Forderungen Sadrs ein.

HB BERLIN. Die irakische Übergangsregierung hat sich mit der Gruppe des radikalen Schiiten-Predigers Muktada al Sadr auf eine Waffenruhe für den Bagdader Stadtteil Sadr-City geeinigt. Das teilten Vertreter beider Seiten am Samstag in Bagdad mit. Demnach werden die Sadr-Milizionäre von Montag an ihre schweren und mittleren Waffen abgeben. Ob die Vereinbarung auch für andere Landesteile gilt, war zunächst nicht klar.

Sowohl die Kämpfer von Sadrs «Madhi-Armee» als auch irakische Regierungstruppen und die US-Armee werden laut der Vereinbarung künftig auf militärische Aktionen in Sadr-City verzichten, wo es in den letzten Monaten zu häufigen Zusammenstößen gekommen war. Die Übergangsregierung sagte zudem zu, Sadr-Anhänger nicht weiter strafrechtlich zu verfolgen und festgenommene Gefolgsleute freizulassen. Beides war von dem radikalen Prediger als Bedingung für eine Abgabe der Waffen genannt worden.

Die öffentliche Sicherheit in dem überwiegend von Schiiten bewohnten Armenviertel soll künftig von der irakischen Polizei gewährleistet werden.

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