Schmiergeldzahlungen
Griechenland lädt Ex-Siemens-Manager vor

Bereits 2011 befand ein griechischer Untersuchungsausschuss, Siemens habe dem Land mit jahrelanger Bestechung geschadet. 17 Deutsche müssen nun vor Gericht - wegen Schmiergeldern für einen Telefonnetz-Großauftrag.
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AthenDie Athener Staatsanwaltschaft will 17 Deutsche, die meisten ehemalige Siemens-Manager, wegen Schmiergeldzahlungen ihres Unternehmens in Griechenland vor Gericht ziehen. Wie am Montag aus Justizkreisen verlautete, wurde seit Beginn der Untersuchung im Jahr 2006 gegen etwa 80 Verdächtige ermittelt. Von ihnen sollten nun insgesamt 64 vorgeladen werden, unter ihnen die 17 Deutschen.

Ein Untersuchungsausschuss des Parlaments in Athen kam 2011 zu dem Schluss, dass Siemens dem Land durch jahrelange Bestechung griechischer Entscheidungsträger einen Schaden in Höhe von mindestens zwei Milliarden Euro zufügte. Im vorliegenden Fall soll Siemens im Jahr 1997 etwa 70 Millionen Euro Schmiergelder an die griechische Telekomgesellschaft OTE gezahlt haben, um einen Großauftrag für den Ausbau des Telefonnetzes in Griechenland zu erhalten.

Die Firma OTE kontrolliert weite Teile des Telekom-Markts in Griechenland und Südosteuropa. Sie ist mittlerweile zu 40 Prozent im Besitz der Deutschen Telekom.

Die griechischen Behörden gehen zudem weiteren Korruptionsvorwürfen nach. Im November hatte bereits ein Beamter aus dem griechischen Verteidigungsministerium seine Beteiligung an Bestechung durch die Rüstungsindustrie gestanden. Auch in diesem Fall soll es eine Spur nach Deutschland geben.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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