Schnellrestaurants sollen vor Klagen geschützt werden
„Cheeseburger“-Gesetz als Wall gegen Dicke

Das US-Repräsentantenhaus hat ein Gesetz verabschiedet, dass die Lebensmittelindustrie und Schnellrestaurants vor Klagen übergewichtiger Gäste schützen soll. Das Gesetz - von den Medien „Cheeseburger“-Gesetz genannt - wurde am Mittwoch (Ortszeit) mit 276 zu 139 Stimmen beschlossen.

HB WASHINGTON. Es muss allerdings noch vom Senat bestätigt werden, was in diesem Jahr nicht mehr erwartet wird.

Das Gesetz, das vor allem von den konservativen Republikanern unterstützt wird, soll verhindern, dass übergewichtige Bürger Konzerne oder Hamburger-Ketten für ihre Gewichtsprobleme und damit verbundenen gesundheitlichen Folgen verantwortlich machen können. „Das Wesentliche dieses Gesetzes ist, dass jeder einzelne die Verantwortung für seine Ernährung trägt und nicht andere anklagen soll“, sagte die republikanische Abgeordnete Kay Granger aus Texas.

Zwei Drittel der 290 Mill. US-Bürger gelten einer Regierungsstudie zufolge als übergewichtig. Bisher wurden Klagen gegen Fast-Food-Ketten von US-Gerichten stets zurückgewiesen. Die Branche fürchtet aber, dass sich dies ohne klare gesetzliche Grundlage ändern könnte und dann eine Prozessflut - vergleichbar mit der gegen die Tabakkonzerne - drohe.

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