Schuldenberge in der EU
Inflation ersetzt keine Finanzpolitik

PremiumNur dauerhafte Abgabensenkungen oder Einnahmeerhöhungen bringen die öffentlichen Haushalte wieder auf einen grünen Zweig. Diese Wahrheit wird auch Deutschland noch zu spüren bekommen. Eine Analyse.

Die vergangenen zehn Jahre waren in den etablierten Industriestaaten von einem kräftigen Anstieg der Staatsverschuldung geprägt. In der Euro-Zone fiel dieser Anstieg weniger dramatisch aus als etwa in Großbritannien oder gar in Japan, aber auch hier ist er besorgniserregend. Die Staatsverschuldung der gesamten Euro-Zone stieg von 65 Prozent in Relation zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2008 auf 92 Prozent 2014 und sank dann 2015 auf 90,4 Prozent. Das ist zwar ein Anfang, der vor allem auf die Überschüsse Deutschlands zurückzuführen ist. Doch liegt die Schuldenquote immer noch weit oberhalb der einst im Maastricht-Vertrag festgelegten Höchstgrenze von 60 Prozent des BIP.

 
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