Schuldenkrise
Griechenlands Wirtschaft schrumpft stark

Die Wirtschaft im schwer angeschlagenen Griechenland leidet stärker als erwartet, das Finanzministerium erwartet ein Minus von bis zu 5,3 Prozent.
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AthenAngesichts der schweren Schuldenkrise wird die griechische Volkswirtschaft in diesem Jahr nach Angaben des Finanzministeriums in Athen stärker schrumpfen als prognostiziert. Die Wirtschaftsleistung werde 2011 zwischen 4,5 und 5,3 Prozent nachgeben, sagte Finanzminister Evangelos Venizelos am Montag.

Sollten alle Sparmaßnahmen umgesetzt werden, könnte das Defizit in diesem Jahr von 10,5 Prozent auf 7,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts gedrückt werden. Bei einem Treffen in dieser Woche in Athen werde er mit Vertretern der internationalen Gläubiger Griechenlands über weitere Schritte beraten, sagte Venizelos.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Schuldenkrise: Griechenlands Wirtschaft schrumpft stark"

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  • Griechenland und Zypern: der vorerst groesste Bankraub aller Zeiten...............

  • Das war ja mein Vorschlag! Nochmal nen ordentlichen Schluck aus der Euro-Pulle nehmen, Gold kaufen, sich bankrott erklären, eigene Banken verstaatlichen und fertig. Mit dem Gold könnte man danach sogar eine gedeckte Drachme einführen.

    Der Spieß dreht sich um, die Griechen sind auf einmal die schlauen und Deutschland läßt sich ausnehmen wie ne Weihnachtsgans!

  • Der dt. Michel ist echt voll wegegtreten und tappt voll in die Falle der Dolce Vita-Staaten:

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    Griechenland hat im Mai Gold gekauft

    Griechenland hält an seinen Goldreserven fest (Foto: Fotolia)

    Die griechische Zentralbank hat ihre offiziellen Goldbestände auf 3,584 Millionen Unzen Gold aufgestockt. Dabei wurde im Rahmen der aktuellen Schuldenkrise mehrfach vorgeschlagen, das Land solle seine Goldreserven verkaufen.

    Griechenland muss mit dem neuen 78 Milliarden Euro umfassenden Sparprogramm auch einiges an „Tafelsilber“ veräußern. Staatliche Betriebe solle abgestoßen werden. Und immer wieder gab es auch Vorschläge, Griechenland möge Teile seiner Goldreserven auf den Markt werfen, um sich Liquidität zu verschaffen. Aber das Gegenteil ist der Fall.

    Wie aus aktuellen Zahlen des Internationalen Währungsfonds (IWF) hervorgeht, hat die griechische Zentralbank im vergangenen Mai sogar um 1.000 Unzen zugekauft. Die gesamten Goldreserven des Landes umfassen damit offiziell 3,584 Millionen Unzen (111,46 Tonnen).

    Der Wert des Goldes entspricht derzeit etwa 3,7 Milliarden Euro. Der Goldanteil an den gesamten griechischen Reserven beträgt zirka 78 Prozent. Die Goldreserven Griechenlands decken allerdings lediglich rund 1 Prozent der gesamten Staatsverschuldung. Insofern hätte der Verkauf des Goldes ohnehin nur symbolischen Charakter.

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