Seemanöver
Süd- und Nordkorea verschärfen Warnungen

Süd- und Nordkorea verschärfen ihre gegenseitigen Warnungen: Das kommunistische Nordkorea warnte den Süden am Sonntag vor Übungen seiner Marineartillerie und weiteren Manövern mit den US- Streitkräften im Gelben Meer.
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HB SEOUL. "Die US- und südkoreanischen Marionetten sollten nicht unbedacht handeln und die möglichen Konsequenzen der Übungen bedenken", hieß es in einem "bevollmächtigten" Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA. Durch "provokative und wilde Aktionen" Südkoreas könnte die Lage auf der koreanischen Halbinsel außer Kontrolle geraten.

Südkoreas neuer Verteidigungsminister Kim Kwan Jin hatte am Samstag für den Fall einer neuen Aggression Nordkoreass gewarnt, dass die südkoreanischen Streitkräfte schnell und kräftig reagieren würden, "bis sie (Nordkorea) aufgeben". "Wir wollen keinen Krieg, aber wir dürfen davor keine Angst haben", sagte Kim. Einen Tag zuvor hatte er angekündigt, Südkorea werde bei einem neuen Angriff sofort Kampfjets gegen das Nachbarland einsetzen.

Durch nordkoreanischen Beschuss der Insel Yonpyong im Gelben Meer am 23. November waren die Spannungen zwischen beiden Ländern eskaliert. Bei dem Angriff wurden zwei südkoreanische Soldaten und zwei Zivilisten getötet. Südkorea verstärkte daraufhin seine Militärmacht auf seinen fünf Inseln nahe der Seegrenze vor der Westküste und kündigte weitere Truppenübungen an. Nach Berichten südkoreanischer Medien sollen frühestens an diesem Montag mehrtägige Artillerieübungen entlang der gesamten Küste beginnen, darunter auch auf Inseln im Gelben Meer.

Unterdessen reiste Südkoreas Außenminister Kim Sung Hwan zu Gesprächen über die Krise auf der Halbinsel in die USA. An diesem Montag ist unter anderem ein Dreier-Treffen mit Kim, US- Außenministerin Hillary Clinton und dem japanischen Kollegen Seiji Maehara geplant.

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