Seltene Erden
EU stützt USA im Rohstoff-Streit mit China

Der Rohstoffstreit mit China spitzt sich zu: Die EU hat zusammen mit den USA und Japan Beschwerde bei der Welthandelsorganisation eingereicht. Chinas Exportpolitik bei den seltenen Erden verstoße gegen die Handelsregeln.
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Brüssel/PekingIm Streit um die restriktive Ausfuhrpolitik Chinas bei Seltenen Erden sucht die EU nun die Konfrontation. Zusammen mit den USA und Japan beschwert sich Brüssel über Peking vor der Welthandelsorganisation. Die WTO soll den Konflikt nun entschärfen. „Chinas Verhalten schadet den europäischen Unternehmen und den Verbrauchern“, sagte EU-Handelskommissar Karel De Gucht. Peking mache keinerlei Anstalten, seine schon einmal von der Welthandelsorganisation kritisierte Politik zu überdenken. „Dies“, so De Gucht, „lässt uns keine andere Wahl, als die WTO anzurufen.“

Bereits  im Sommer 2011 hatte die WTO Chinas Exportgebaren im Falle von neun Spezialrohstoffen als unvereinbar mit den internationalen Handelsregeln erklärt. Dagegen hatte die Regierung Wen Jiabao zwar Berufung eingelegt – allerdings erfolglos. Ende Januar bezeichnete die WTO Pekings Praxis als illegal. Angesichts dieses Verdikts fühlt man sich in Brüssel  ermuntert, auch im Fall von Seltenen Erden voranzupreschen. „Zuletzt hat Peking seine Quoten, Ausfuhrbeschränkungen und Zölle sogar verschärft“, ließ die Kommission wissen.

Der neue bei der WTO vorgebrachte Fall umfasst 17 Seltene Erden, darunter Lanthanum, Erbium, Thulium sowie Cerium, Scandium  und Lutetium. Aus der Produktion hochtechnologischer Produkte sind die Seltenen Erden nicht wegzudenken. Ohne sie liefen keine Windräder, kein Hybrid-Auto, und es gäbe weder Plasma-Bildschirme noch LED-Anzeigen – von Smartphones ganz zu schweigen. Zudem geht die EU-Kommission gegen Benachteiligungen bei den für die Stahlindustrie wichtigen Metallen Wolfrum und Molybdän vor.

China beherrscht den Weltmarkt für die Seltenen Erden. Sein Anteil an der Produktion liegt bei 97 Prozent. Mit künstlich hoch getriebenen Exportquoten und willkürlichen Ausfuhrbarrieren drangsaliert China seit Jahren externe Abnehmer.  Die Preise für die Erden sind im Vergleich zu 2009 um bis zu 1000 Prozent  angestiegen. Mitte vergangenen Jahres erreichten sie einen vorläufigen Höhepunkt.

Laut EU-Kommission müssen europäische Unternehmen für die Seltenen Erden rund doppelt so viel zahlen, wie die  Chinas heimische Unternehmen.  „Das beschert europäischen Unternehmen massive Wettbewerbsnachteile“, so die Kritik. Tatsächlich wird die  Lage für Europas Unternehmen  mit der steigenden Nachfrage in China nach den Seltenen Erden prekär. Die EU ist zu  100 Prozent von Importen abhängig.

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  • Die Entscheidung der deutschen Industrie sich ohne erkennbare Not aus dem Programm mit dem Bund zur Rohstoff-Sicherung Anfang / Mitte 1990iger Jahre zu verabschieden, war und ist ein großer diletantischer Managementfehler gewesen, mit wahrscheinlich fatalen Folgen für die deutsche Indsutrie.
    DOS

  • Da bleibt wohl langfristig nur die Lösung die Atomenergie für Raumschiffantriebe einzusetzen und die seltenen Erden im Weltraum abzubauen.

  • Die Times of India zitiert den chinesischen Außenminister. Er sagt, das Vorgehen Chinas entspräche den WTO-Regeln.

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