Serie: Mein 11. September
„Ich fragte mich, warum begehen Menschen solche Verbrechen?“

Die Anschläge vom 11. September 2001 brannten sich tief ins Gedächtnis der Menschen. Sachsens Ministerpräsident Tillich musste wie viele danach lernen, mit der Furcht vor Terroranschlägen umzugehen.
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Es gibt Tage im Leben, die vergisst keiner von uns. Tage, die zu der Kategorie gehören: Wo war man, was hat man just in diesem Augenblick gemacht? So ein Tag ist der 11. September 2001. Ich erinnere mich, als sei es gestern gewesen: Ich war bei der Eröffnung der neuen ungarischen Botschaft in Berlin, als ich von dem Anschlag auf das World Trade Center in New York City hörte.

Ich war tief bestürzt. Ich fragte mich, warum begehen Menschen solche Verbrechen? Ich war einfach fassungslos und zugleich in tiefer Trauer. Ich habe mir viele Fragen gestellt: Zeichnet sich hier ein schwerer Konflikt zwischen der westlichen Welt und dem Islam ab? An normale Arbeit war an diesem Tag nicht mehr zu denken, auch wenn das Tagesgeschäft irgendwie weitergehen musste.

Seither hat sich viel verändert: Wir alle sind wachsamer geworden. Wir lernen, mit unserer Furcht vor Terroranschlägen umzugehen. Die Sicherheitsvorkehrungen sind verstärkt worden. Leider müssen wir damit Einschränkungen beim Reisekomfort hinnehmen. Dennoch: Unsere Freiheit und unsere Lebensfreude können uns die Terroristen nicht nehmen.

Auch Sachsen blieb nicht natürlich ausgenommen: Anfangs haben die Anschläge auch im Freistaat Unsicherheit und Angst nach sich gezogen. Inzwischen sind viele Sachsen aktiv im Kampf gegen den Terror. Ob als Soldaten in Afghanistan oder am Horn von Afrika, als Ausbilder oder Helfer. Sie alle tragen dazu bei, dass unsere Welt sicherer wird. Wir haben Tote und Verwundete bei diesen Einsätzen zu beklagen, leider erst jüngst wieder. Ihnen, ihren Familien und Freunden, gelten unsere Gedanken an diesem Tag ganz besonders.

Andererseits sind die demokratischen Kräfte nach dem 11. September enger zusammengerückt. Die Bundeswehreinsätze beispielsweise wurden mit einer breiten Mehrheit im Bundestag beschlossen. Dieses Zusammenstehen für unsere Werte und unsere Freiheit ist die beste Antwort an die Terroristen.

Lesen Sie hier mehr persönliche Erinnerungen zum 11. September2001 von Handelsblatt-Korrespondenten sowie Prominenten aus Politik und Wirtschaft.

Kommentare zu " Serie: Mein 11. September: „Ich fragte mich, warum begehen Menschen solche Verbrechen?“"

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  • Wer nach 10 Jahren immer noch glaubt das den Anschlag auf WTC das Werk von Terroristen war, der ist wohl sehr schlecht informiert. Mehr als 1200 Berufsachitecten, die Täglich mit die Konstruktion von Hochhäuser arbeiten haben eine Petition "Achitects forTruth" unterschrieben , worin Sie erklären das den Einsturz von die 3 WTC Gebäude nichts zu tun haben kann mit die Flugzüge die in 2 Gebäude hinein geflogen sind. Die Gebäude sind mit Nano-Termite professionäl gesprengt worden. Das ist die Überzeugung von 75 Chemiker "Scientists for Truth" die den Staub von WTC untersucht haben. Es gibt nur 3 Firmen auf der Welt, die das mit spezielle computer gesteuerte Programme überhaupt können. Die USA brauchte nach der Sowjet Union einfach wieder einen neuen Feind. Dann doch lieber gleich ein feind kreieren der auch noch Öil hat.

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