Sexaffäre Strauss-Kahn
Das jähe Ende einer Anklage

Sie hatten ihn in Handschellen der Weltpresse vorgeführt, nun wollen die Staatsanwälte den Prozess gegen Dominique Strauss-Kahn einstellen. Die glauben ihrer eigenen Zeugin nicht mehr, wie ihr Brief an den Richter zeigt.

New YorkWenn Dominique Strauss-Kahn heute Vormittag die Stufen des Supreme Court in Manhattan heruntersteigt, wird er mit jenem unrasierten Mann im Regenmantel und Handschellen nicht mehr viel gemein haben, der er war, als er im Mai zum ersten Mal vor Gericht erschien. Der ehemalige IWF-Chef, vor 100 Tagen der Weltpresse als mutmaßlicher Vergewaltiger vorgeführt, verlässt heute aller Wahrscheinlichkeit nach den Gerichtssaal als freier Mann. Richter Michael Obus muss bei der Anhörung nur noch gewähren, um was ihn Bezirksstaatsanwalt Cyrus Vance am Vorabend gebeten hatte: Das Verfahren einzustellen.

Vances Brief, unterzeichnet von den Staatsanwälten Joan Illuzzi-Orbon und John McConnell, trägt...

 
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