Sondersitzung
UN-Sicherheitsrat verurteilt Nordkoreas Raketentest

Der UN-Sicherheitsrat hat den jüngsten Raketentest Nordkoreas als „empörend“ verurteilt. US-Präsident Donald Trump droht Kim Jong Un und Sigmar Gabriel will die Sanktionen gegen das Land „rigoros“ umsetzen.
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New York/Washington/Genf/Brüssel/ParisDer Weltsicherheitsrat der Vereinten Nationen hat den jüngsten Raketentest Nordkoreas am Dienstagabend einstimmig als „empörend“ verurteilt. Die 15 Mitglieder des höchsten UN-Gremiums riefen Pjöngjang auf, weitere Tests zu unterlassen und im Einklang mit früheren UN-Resolutionen sein Atomprogramm einzustellen. Die jüngsten Raketentests des nordkoreanischen Militärs unterminierten „absichtlich regionalen Frieden und Stabilität und haben weltweit große Sicherheitsbedenken ausgelöst“, heißt es in einer im Anschluss an die Sondersitzung verbreiteten Erklärung.

Nach dem jüngsten Raketentest Nordkoreas war der UN-Sicherheitsrat zu einer Sondersitzung zusammengetreten. Trotz geltender Sanktionen hatte Nordkorea am Dienstag eine Rakete über den Norden Japans hinweg in Richtung Pazifik gefeuert und dafür harsche internationale Kritik geerntet. Machthaber Kim Jong Un bestätigte den „erfolgreichen“ Test einer Mittelstreckenrakete vom Typ Hwasong-12, er sei „äußerst zufrieden“.

Kim betonte, der Raketentest sei eine Antwort auf die Manöver des südkoreanischen und US-Militärs, berichtete nordkoreanische Agentur KCNA. Der Test „unter simulierten Kriegsbedingungen“ sei „ein erster Schritt der Koreanischen Volksarmee im Pazifik und ein bedeutungsvolles Vorspiel, um Guam in Schach zu halten“. Weitere Übungen seien dazu notwendig, zitierte KCNA Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un. Washington unterhält auf dem US-Territorium einen großen Marine- und Luftwaffenstützpunkt.

UN-Generalsekretär Antonio Guterres verurteilte bereits zuvor den Raketentest. „Der Abschuss bedroht Sicherheit und Stabilität in der Region und verkleinert Handlungsspielraum für Gespräche“, erklärte er in New York. Der Test verletze die UN-Resolutionen gegen Pjöngjang. Guterres forderte Nordkorea auf, seinen internationalen Verpflichtungen nachzukommen und auf die Wiederaufnahme von Gesprächen hinzuarbeiten.

Auch die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, kritisierte den Test scharf. Der Raketenabschuss sei „absolut inakzeptabel und unverantwortlich“, sagte sie. „Kein Land sollte Raketen über sich fliegen haben, so wie die 130 Millionen Menschen in Japan. Ich denke, genug ist genug.“

Ebenso hat US-Präsident Donald Trump den Test scharf verurteilt und das Regime in Pjöngjang gewarnt. „Die Welt hat Nordkoreas jüngste Nachricht laut und deutlich gehört: Dieses Regime hat seine Verachtung für seine Nachbarn, für alle Mitglieder der Vereinten Nationen und für einen Mindeststandard an akzeptablem Verhalten signalisiert“, erklärte Trump am Dienstag in Washington. Solch „bedrohende“ Aktionen erhöhten nur die Isolation Nordkoreas.

Zuvor hatte Nordkorea die Spannungen mit verbalen Attacken gegen die USA weiter verstärkt. Der UN-Botschafter des abgeschotteten Landes, Han Tae Song, warf der Regierung in Washington am Dienstag vor, die koreanische Halbinsel auf eine „extrem starke Explosion“ zuzutreiben. Daher habe sein Land „jedes Recht, mit harten Gegenmaßnahmen sein Recht auf Selbstverteidigung in Anspruch nehmen“, sagte er auf einer Abrüstungskonferenz der Vereinten Nationen in Genf. „Die USA sollten komplett die Verantwortung für die katastrophalen Konsequenzen tragen, die daraus folgen.“ Han sprach den neuen Raketentest nicht direkt an, verwies jedoch auf das gemeinsame Militärmanöver der USA und Südkoreas.

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  • VEREINTE NATIONEN GEGEN KIM JONG-UN
    Amerikas UN-Botschafterin: „Welt steht vereint gegen Nordkorea“


    ........................

    SO GEHÖRT ES SICH AUCH !!!


  • Spiegel, was wollen Sie eigentlich mit Ihrem kindischen Gewitzel gegen Sigmar Gabriel zum Ausdruck bringen? Sie müssten, wenn Sie in der Politik mitmachen wollen, schon verständlich sagen, was Sie eigentlich meinen. Einfach nur "Siggi ist doof!" zu rufen, macht vielleicht in der Dorfkneipe Spass, oder auf dem Pausenhof. Aber wenns klingelt, müssen Sie wieder rein. Und dem Lehrer erklären, was Sie sagen wollten.

    Manchmal macht diese Alice Weidel dies in Talkshows genauso. Sie zieht Fratzen, grinst höhnisch, tut sogar so, als wenn sie sich übergeben müsste. Aber sagt kein verständliches Wort. Wie eine 13-Jährige Realschülerin. Wenn man nicht so recht sagen kann, was man meint, ist man in der Politik irgendwie falsch.

    Kindisch, inkompetent, linkisch. So präsentiert sich die AfD auf allen Kanälen.

  • Herr Tomas Maidan@ Nein mit 11 Euro hat der MP eines Bundes-Landes nicht zu tun. Dieser Herr ist ungebildet und erfüllt meine europäischen Standards nicht. Genau deshalb ist mir der Herr Trump recht, er beschimpft niemanden als Pack, er ist es selbst und deshalb wurde er gewählt.

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