Sonderwirtschaftszone Kaesong
Nordkorea schottet grenznahen Industriepark ab

Trotz der Spannungen blieb die gemeinsame Sonderwirtschaftszone von Nord- und Südkorea bisher unangetastet. Nun rückt der Norden auch davon ab - und verweigert Südkoreanern die Einreise. Der Konflikt eskaliert.
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Seoul/WashingtonDer Konflikt auf der koreanischen Halbinsel spitzt sich zu. Nordkorea unterrichtete Südkorea am Mittwoch davon, die Einreise südkoreanischer Pendler in den gemeinsamen Industriekomplex in Kaesong an der Grenze zu verbieten. Das teilte ein Sprecher des Vereinigungsministeriums in Seoul mit. Er rief das kommunistische Nachbarland auf, das Verbot unverzüglich aufzuheben. US-Außenminister John Kerry betonte angesichts der Drohungen aus Nordkorea die Verteidigungsbereitschaft der USA.

Die nordkoreanische Seite erlaubte nur die Ausreise von Südkoreanern, die sich bereits in dem Komplex in Nordkorea aufgehalten hatten. Ob Nordkorea mit dem Schritt den Industriepark, wie zuvor angedroht, komplett schließen will, war zunächst unklar. Nach Angaben des Vereinigungsministeriums befanden sich mehr als 860 Südkoreaner in dem Komplex.

Die Lage auf koreanischen Halbinsel ist seit dem dritten Atomtest in Nordkorea im Februar äußerst gespannt. Das Regime in Pjöngjang hatte am vergangenen Samstag den „Kriegszustand“ im Verhältnis zu Südkorea erklärt. Zudem hatte ein Sprecher des Industriekomplexes in Kaesong dem Süden vorgeworfen, „ernsthaft unsere Würde“ zu verletzen. Südkorea würde behaupten, dass Nordkorea die Einrichtung nur betreibe, weil diese eine Devisenquelle für das Land sei. Der Komplex, in dem mehr als 50 000 Nordkoreaner für 123 südkoreanische Unternehmen arbeiten, ist das einzige noch betriebene wirtschaftliche Kooperationsprojekt zwischen beiden Ländern.

Kommentare zu " Sonderwirtschaftszone Kaesong: Nordkorea schottet grenznahen Industriepark ab"

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  • http://imgsrc.ru/vandalism/32067822.html

    Da haben die Vandalen mal wieder ganze Arbeit geleistet!
    Döner und Thai an der Zoo Passage nahe EZB-Neubau!

    http://central.banktunnel.eu/20130403-maikai.jpg
    http://central.banktunnel.eu/20130403-doener.jpg

    Das ist an dem Haus an der Straßenkreuzung!

    http://central.banktunnel.eu/20130403-passage.jpg
    http://www.openstreetmap.org/?lat=50.11207&lon=8.69582&zoom=17&layers=M

  • Liebes Handelsblatt könnt Ihr bitte mal die Beiträge von CURVatte hier löschen, die passen nicht im geringsten zum Thema und so wass nervt immer...
    Mit der Schließung der gemeinsamen Wirtschaftszone hat Nordkorea den letzten Trumpf gezogen, wobei man sich damit ja eher selbst schadet da nun die Produktion dort zum erligen kommen wird und die über 100.000 Arbeiter und Angestellten nichts mehr zu tun haben, geschweige den ein Einkommen. Denke Nordkorea möchte unbedingt Verhandlungen erzwingen da man dringend Nahrungsmittel benötigt und seit den erweiterten Sanktionen erfolgen diese mehr oder weniger Illegal aus China, aber eben nicht in den Mengen um das Volk zu ernähren. Für China war dieser PufferStaat immer ein Vorteil damit die Chinesen den Wohlstand der Süd-Koreaner nicht sehen konnten. Inzwschen wächste der auch in China so das eine direkte Grenze zu einem vereinigten Korea kein Problem mehr sein dürfte und billiger wird es für die Chinesen auch ohne diese Idioten-Gruppe in Nordkorea. Solnage dort die 70+ Generäle das sagen haben und den Milchbubi vorschicken kommt da keine Ruhe rein... militärisch wird da nichts passieren da Nordkorea durchaus einschätzen kann was dann geschehen würde und so schnell kommen die "Oberen" dann dort nicht weg um nach China zu flüchten... viel PR Arbeit für die Weltpresse... das lenkt von den wirtschafts- und Regierungsproblemen in Europa, Südamerika etc. ab :-)

  • Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine Werbeflächen“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

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