Spekulationen um Terminverschiebung
Schweden hält an Euro-Referendum fest

Die Parlamentsparteien in Schweden haben sich darauf geeinigt, die Volksabstimmung über die Einführung des Euro wie geplant stattfinden zu lassen.

HB STOCKHOLM. Darauf einigten sie sich am Donnerstag in Stockholm wenige Stunden nach Bekanntgabe des Todes von Außenministerin Anna Lindh als Folge eines Mordanschlags.

Ministerpräsident Göran Persson erklärte, es sei wichtig, dass der demokratische Prozess nicht durch einen Gewaltakt unterbrochen werden dürfe. Er kündigte an, dass alle Aktivitäten der Ja- und Nein- Kampagnen bis zur Volksabstimmung eingestellt werden. Allerdings solle es eine abschließende Debatte im Fernsehen geben. Bei Umfragen kurz vor dem Mord an Lindh hatten die Euro-Gegner klar vorn gelegen.

Lindh, die als starke Euro-Befürworterin galt, erlag am frühen Morgen im Krankenhaus ihren am Vortag bei einer Messer-Attacke erlittenen Verletzungen. Sie war in einem Kaufhaus von einem Unbekannten angegriffen worden. Das Motiv der Tat ist bislang unklar. Euro-Befürworter wie auch Euro-Gegner setzten nach dem Attentat ihre Kampagnen aus. In den jüngsten Umfragen hatten die Gegner der Gemeinschaftswährung einen Vorsprung von rund zehn Prozentpunkten.

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