Staatsbetriebe sollen verkauft und eine Börse eröffnet werden
Libyen steht vor Privatisierungswelle

Weil die Staatswirtschaft offensichtlich gescheitert ist, plant Libyen umfassende Privatisierungen – und den Aufbau einer eigenen Börse. Die Schlüsselsektoren Öl und Energie bleiben aber in staatlicher Hand.

HB BERLIN. Libyen plant in den kommenden fünf Jahren einen umfassenden Umbau des Wirtschaftssystems. Von Januar an würden 360 staatliche Betriebe privatisiert, sagte Kabinettsminister Schukri Ghanim am Samstag in Tripolis. Auch solle eine eigene Börse für das nordafrikanische Land eröffnet werden.

Schukri bezeichnete die geplanten Privatisierungen als Reaktion auf das offensichtliche Scheitern der Staatsbetriebe. Allerdings würden Unternehmen der Öl- und Energiebranche in staatlicher Hand verbleiben.

Für die neuen, privaten Unternehmen sollen zudem die Zölle auf den Import von Rohstoffen gesenkt werden. Das teilte das libysche Finanzministerium mit.

Das Land ist international mit rund 4,4 Milliarden Dollar verschuldet. Das Mitglied der Organisation Erdöl exportierender Länder Opec ist für die Rückzahlung vor allem auf den Export von Öl angewiesen. Opec-Angaben zufolge fördert Lybien rund 1,2 Millionen Barrel (je 159 Liter) Rohöl am Tag.

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