Staatsdefizite
Notenbank drängt Briten zu Etatdisziplin

Die britischen Staatsschulden wachsen - und die Kritiker werden lauter. Jetzt schaltet sich der Zentralbankchef ein. Er fordert ein entschiedenes Handeln der Regierung. Damit setzt er den angeschlagenen Premierminister Gordon Brown weiter unter Druck. Der Ärger ist programmiert.

LONDON. Die Verschuldungsarie des britischen Premiers Gordon Brown gerät immer stärker unter Beschuss. Nun hat sich auch Zentralbank-Chef Mervyn King in die Reihe der Kritiker eingereiht: Das von der Labour-Regierung veranschlagte Haushaltsdefizit sei, "wahrlich außergewöhnlich", sagte King. Wer immer die nächste Regierung stelle, müsse klar aufzeigen, wie diese Schulden wieder abgebaut werden sollen.

Die Regierung in London beziffert die Verschuldung einschließlich Bürgschaften und der Gelder für die Bankenrettung auf 2,2 Billionen Pfund. Die Ökonomen des Adam-Smith-Institut, die auch Zahlungen für öffentlich-private Partnerschaften und nicht vorfinanzierte Renten für den öffentlichen Dienst einrechnen, setzten die Bruttoverschuldung sogar bei vier Billionen Pfund an.

 
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