Starke Statistik
Britisches Wachstum auf Sechs-Jahres-Hoch

Die britische Wirtschaft hat sich von der Weltfinanzkrise erstaunlich schnell erholt. Mit einem BIP-Zuwachs von 1,9 Prozent legt die Insel so starke Zahlen vor wie zuletzt 2007. Aber die Arbeit ist noch nicht getan.
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LondonDie britische Wirtschaft ist im vergangenen Jahr so stark gewachsen wie zuletzt vor der weltweiten Finanzkrise. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) habe um 1,9 Prozent zugelegt, teilte die Statistikbehörde am Dienstag in London mit. Dies sei der beste Wert seit 2007, dem Jahr vor dem Beginn der Krise. Die britische Wirtschaft wuchs damit 2013 deutlich stärker als die deutsche mit 0,4 Prozent und die französische mit 0,1 Prozent.

Die britische Wirtschaft erholte sich erstaunlich stark, nachdem sie im Jahr 2012 mit einem Plus von 0,1 Prozent nahezu stagniert hatte. Sie übertraf 2013 auch die von der Regierung erwarteten 1,4 Prozent Wachstum. Allerdings schwächte sich der Aufschwung den Angaben zufolge im vierten Quartal des vergangenen Jahres ab. Von Oktober bis Dezember wuchs die Wirtschaft um 0,7 Prozent im Vergleich zum vorherigen Quartal, in dem sie noch um 0,8 Prozent gewachsen war.

Gut ein Jahr vor den Parlamentswahlen zeigte sich die britische Regierung erfreut über die neuen Zahlen. „Mehr Wachstum bedeutet mehr Arbeitsplätze, mehr Sicherheit und mehr Chancen für die Menschen”, schrieb Premierminister David Cameron im Kurzbotschaftendienst Twitter.

Finanzminister George Osborne begrüßte die Entwicklung ebenfalls. Doch die Arbeit der Regierung sei noch nicht getan, erklärte Osborne. Das größte Risiko der wirtschaftlichen Erholung bestehe in einer Abkehr von dem „Plan, der Arbeitsplätze und eine rosigere wirtschaftliche Zukunft schafft”. Der Regierung Cameron war wiederholt vorgeworfen worden, mit ihrer strengen Sparpolitik die Wirtschaft abzuwürgen.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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  • Gerade bei Ländern wir GB ist die Wachstumszahl schlicht wertlos.

    Wenn wir Wachstum sagen, meinen wir (meistens) die Realwirtschaft, die Zahl die aber veröffentlicht wird, beinhaltet auch die Finanzwirtschaft. Gerade GB ist mit seinem riesigen Finanzsektor für solche Effekte anfällig. Wenn da wieder die Geldmenge M3 aufgeblasen wird, dann wird ein "Wachstum" ausgewiesen, auch wenn die Wirtschaft dort eventuell durch eine realwirtschaftliche Rezession erlebt.

    Leider hat nur niemand ein Interesse daran, die realwirtschaftlichen Zahlen zu veröffentlichen, da man dann deren Erfolg oder Misserfolg auch sieht... aber für die Wirtschaftspresse wäre das doch eine tolle Aufgabe! Nicht wahr, liebes Handelsblatt?

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