Steigende Rohstoffpreise
Weltbank sagt wegen Ernteausfällen Hilfen zu

Die Ernteausfälle weltweit führen zu einem Anstieg der Lebensmittelpreise. Das treffe besonders die Ärmsten, deshalb will die Weltbank Hilfen zur Verfügung stellen. Neben den USA ist auch der Osten Europas betroffen.
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WashingtonDie Weltbank hat aktive Hilfen gegen steigende Lebensmittelpreise angekündigt. Es könne nicht hingenommen werden, dass ein kurzfristiger Preisanstieg die ärmsten und anfälligsten Gruppen der Bevölkerung treffe, erklärte Weltbank-Chef Jim Yong Kim am Montag. Man beobachte die Lage aufmerksam und stehe bereit, um Regierungen bei der Umsetzung von Hilfsmaßnahmen zu unterstützen.

Wegen einer Hitzewelle in den USA sind die Ernteprognosen drastisch nach unten revidiert worden. Die Preise für Weizen und andere Getreidesorten sind seit Mitte Juni um bis zu 50 Prozent in die Höhe geschossen. Die vornehmlich als Futtermittel verwendeten Sojabohnen kosten heute 60 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Die Ernteaussichten haben sich auch wegen extremer Trockenheit in Russland, der Ukraine und Kasachstan verschlechtert. Hinzu kommen ein verregneter Sommer in Mittel- und Westeuropa, während es zur Monsunzeit in Indien nur unterdurchschnittlich regnete. Vor vier Jahren hatte ein weltweiter Anstieg der Lebensmittelpreise in einigen Ländern Unruhen ausgelöst.

An der Hitzewelle im Mittleren Westen der USA wird sich vorerst nichts ändern. An dem extrem trockenen und heißen Wetter werde sich voraussichtlich in den nächsten sieben bis zehn Tagen nichts ändern, erklärten Meteorologen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Steigende Rohstoffpreise: Weltbank sagt wegen Ernteausfällen Hilfen zu"

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  • Der in den Beitrag eingebaute Kasten zu den Agrarsubventionen ist doch völlig daneben. Undifferenziert werden hier Dinge und Fakten verwischt und vermischt, ohne dabei Hintergründe und Begründungen mitzuliefern. Was ist das Ziel des Autoren? Neid und Missgunst schüren? Der Bildzeitungs-Stil ist im Handelsblatt angekommen, das ist für mich die einzige Nachricht. Gibt es Agrarsubventionen, dann hat jeder darauf Anspruch, egal ob Bauer Kuno mit 500 Hektar Land aus Ostfriesland oder die Queen aus England. Wo kommen wir denn dahin, wenn Subventionen gestrichen werden, weil jemand zufällig adlig ist? Eine der größten Errungenschaften unserer Gesellschaft ist doch, dass alle gleich behandelt werden sollen. Hier aber tauchen Begriffe wie "Missbrauch" auf und ein Unternehmen wie RWE wird mit der Andeutung "kein Vorreiter" zu sein, schlichtweg diffamiert.

  • Auch wenn ich Massentierhaltung skeptisch gegenüberstehe, werden nunmal unfassbare Fleischmengen von den Konsumenten gefordert. Da Tönnies in der Fleischbranche ein Vorreiter in Sachen Tierschutz, FairFarm, fTrace etc. ist, klingt der Vorwurf "Schweine nicht artgerecht zu halten" fehl am Platz. Und die EU-Agrarsubventionen werden das Fleischwerk, Adelige und Zigarettenhersteller wohl nicht ohne Rechtsgrundlage erhalten haben. Klar nimmt man sein Recht in Anspruch, falsch nur, es den Nehmern vorzuwerfen.

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