Steuerpolitik des US-Präsidenten
Trumps riskante Wette

PremiumKurz vor Ablauf der ersten 100 Tage im Amt will Trump radikal die Steuern senken. Die deutsche Wirtschaft muss sich auf einen härteren Wettbewerb einstellen. Doch das Konzept ist lückenhaft und nicht gegenfinanziert. Es könnte tiefe Löcher in den Staatshaushalt reißen.

Washington/Brüssel/BerlinDas Blatt sieht aus wie ein Sprechzettel. Ganze zwölf Stichpunkte auf einer schmucklosen DIN-A4-Seite reichen Donald Trump für die „größte Steuerentlastung von Privatpersonen und Unternehmen in der amerikanischen Geschichte“. Das Papier kommt mit nur sieben Zahlen und ganz ohne Grafiken aus. Der Eindruck, dass hier in aller Eile etwas zusammengeschustert wurde, täuscht nicht: Pünktlich zu seiner 100-Tage-Bilanz am Samstag will der neue Präsident einen großen Wurf präsentieren. Die Körperschaftsteuer für Unternehmen wird drastisch von 35 auf nur noch 15 Prozent gesenkt. Der Spitzensteuersatz für Privatpersonen wird um fast fünf Punkte auf 35 Prozent gedrückt, und die Freibeträge werden verdoppelt.

 
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