Steuersenkungen
Japan will Investoren anlocken

Japan hat mit rund 38 Prozent die höchste Unternehmenssteuerlast aller Industrieländer. Das will Premier Abe jetzt ändern, um sein Land attraktiver für ausländische Geldgeber zu machen.
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TokioDer japanische Regierungschef Shinzo Abe erwägt einem Zeitungsbericht zufolge, die Unternehmenssteuern zu senken. Mit diesem Schritt solle den potenziell negativen wirtschaftlichen Auswirkungen der geplanten Mehrwertsteuer-Erhöhung entgegengesteuert werden, berichtete die Wirtschaftszeitung "Nikkei" am Dienstag unter Berufung auf Regierungskreise.

Abe wolle prüfen lassen, ob mit einer Senkung der Unternehmenssteuern mehr Investoren in die weltweit drittgrößte Volkswirtschaft gelockt werden könnten, hieß es weiter.

Die Unternehmenssteuer in Japan von gut 38 Prozent gehört zu den höchsten in den Industrieländern. Die Mehrwertsteuer ist hingegen vergleichsweise niedrig. Nach bisheriger Planung der Regierung soll sie im April kommenden Jahres von fünf auf acht Prozent angehoben und im Oktober 2015 auf zehn Prozent steigen.

Eine endgültige Entscheidung soll im September oder Oktober fallen. Es wird befürchtet, dass eine höhere Mehrwertsteuer die wirtschaftliche Erholung Japans belasten könnte.

Abe sich zum Ziel gesetzt, das Land aus 15 Jahren Deflation zu befreien. Mit einer aggressiven Haushalts- und Finanzpolitik ("Abenomics") und Druck auf die Notenbank, die Wirtschaft mit billigem Geld zu fluten, hat er schnell erste Erfolge verbucht.

Japan ist das am höchsten verschuldete Industrieland der Welt. Der Internationale Währungsfonds sieht in der Erhöhung der Mehrwertsteuer einen "essenziellen ersten Schritt", um die Finanzprobleme in den Griff zu bekommen.

Bleiben Reformen aus, könne das Vertrauen in das Land verloren gehen und letztlich auch die Weltwirtschaft leiden, warnte der IWF jüngst.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Wozu noch Gelder anlocken? Die Drucken sich doch einfach ihr Fiatgeld in unvorstellbaren Mengen! John Law hätte seine wahre Freude an diesem Finanzzauber.

    Solange alle daran glauben, das dieses virtuelle Schuldgeld noch was wert ist, ist ja alles in bester Ordnung.

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