Straßburg
EU-Parlament wird angeblich massiv übervorteilt

Die französische Stadt Straßburg soll sich auf Kosten des EU-Parlaments und damit der Steuerzahler der Mitgliedsländer seit einem Vierteljahrhundert bereichern: Nach Medienberichten hat die Kommune Verwaltungsgebäude zu überhöhten Preisen vermietet.

HB STRASSBURG. Wie die „Bild“-Zeitung und die „Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung“ am Mittwoch übereinstimmend berichten, handelt es sich nach Schätzungen um einen Betrag von bis zu 29 Millionen Euro.

Die „Bild“-Zeitung schreibt unter Berufung auf einen internen Bericht des Rechnungsprüfungsausschusses des Parlaments, es gehe um zwei Verwaltungsgebäude, die das Parlament jährlich 10,5 Millionen Euro Miete pro Jahr kosteten, obwohl die Stadt Straßburg erheblich weniger an einen Fonds zahle. Nun werde befürchtet, dass auch für andere Gebäude zu viel bezahlt worden sei, was Schäden in dreistelliger Millionenhöhe bedeuten könne.

Der Vorsitzende für Haushaltskontrolle des Parlaments, der Ungar Szabolcs Fazakas, bestätigte der „Neue Ruhr/ Neue Rhein Zeitung“, dass die Stadt Straßburg mutmaßlich 1,1 bis 2,5 Millionen Euro jährlich zu viel an Miete einzog. Fazakas kündigte dem Bericht zufolge an, das Betrugsbekämpfungsamt OLAF und der EU-Rechnungshof würden nun schnellstens eingeschaltet.

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