Premium Streit mit Europa Wie Erdogan der türkischen Wirtschaft schadet

Der türkische Staatschef Erdogan lässt den Streit mit Europa immer weiter eskalieren. Damit sammelt er zwar im Inland Stimmen für das umstrittene Verfassungsreferendum. Doch die türkische Wirtschaft leidet nachhaltig.
Update: 15.03.2017 - 12:40 Uhr
Trotz geballter Unterstützung im Inland schrumpft die türkische Wirtschaft erstmals seit der Finanzkrise. Quelle: Rodger Bosch; AFP; Getty Images; VG Bild-Kunst, Bonn 2017
Erdogan als Führungsfigur

Trotz geballter Unterstützung im Inland schrumpft die türkische Wirtschaft erstmals seit der Finanzkrise.

(Foto: Rodger Bosch; AFP; Getty Images; VG Bild-Kunst, Bonn 2017)

Athen, Zürich, BerlinNazi-Nachfahren, Faschisten, Terroristen: Kein Keil ist dem türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan zu grob, wenn es darum geht, auf die Europäer einzuschlagen und seine Kritiker daheim einzuschüchtern. So baut Erdogan Feindbilder auf, um die Reihen zu schließen und Stimmen bei der Mitte April anstehenden Volksabstimmung über das von ihm geplante Präsidialsystem zu mobilisieren. Die Strategie des türkischen Staatschefs könnte aufgehen. Sogar die Oppositionspartei CHP, die Erdogans Präsidialmodell entschieden bekämpft, fordert jetzt Vergeltung für abgesagte türkische Wahlkampfauftritte in anderen Ländern. Doch während Erdogan Stimmen im Inland hinzugewinnt, dreht die Weltwirtschaft der Türkei zunehmend den Rücken zu.

 

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