Syrien
Rebellen erobern wichtige Orte zurück

Syriens Regierung zeigt sich bereit zu einer Waffenruhe in Aleppo. Doch davon ist in der nordsyrischen Metropole nichts zu spüren. Die Armee will die Rebellen in der Stadt von der Außenwelt abschneiden.
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AleppoIn heftigen Kämpfen haben syrische Rebellen nördlich der Stadt Aleppo zwei strategisch wichtige Orte von der Armee zurückerobert. Die Soldaten des Regimes kontrollierten jedoch weiterhin die Hauptversorgungsroute Aleppos in Richtung Türkei, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Mittwoch mit. Die umkämpften Orte liegen an dieser Strecke, die für die Rebellen in der Stadt überlebenswichtig ist.

Die Armee hatte am Dienstag drei Orte nördlich von Aleppo erobert und die Versorgungsroute abgeschnitten. Die Rebellen kontrollieren den Osten der nordsyrischen Metropole. Sollten sie die Stadt verlieren, wäre das ein schwerer Rückschlag für den Aufstand gegen das Regime von Präsident Baschar al-Assad.

Die syrische Regierung hatte zuvor nach UN-Angaben zugestimmt, für einen Zeitraum von sechs Wochen Angriffe aus der Luft auf Aleppo einzustellen. Die Bereitschaft dazu habe ihm die Regierung in Damaskus signalisiert, sagte der UN-Sondergesandte für das Land, Staffan de Mistura, in New York. Er versucht seit Monaten erfolglos, einen Waffenstillstand für die nordsyrische Stadt auszuhandeln.

Syriens Opposition glaubt jedoch nicht an einen Waffenstillstand. Während die Regierung ihre Bereitschaft für eine Feuerpause signalisiert habe, töte und bombardiere das Regime weiterhin Menschen, sagte Dschawad Abu Hatab, Mitglied der oppositionellen Nationalen Syrischen Koalition, dem arabischen TV-Sender Al-Arabija.

Bei den Kämpfen kamen laut der Beobachtungsstelle innerhalb von 24 Stunden mindestens 156 Menschen ums Leben, davon 70 Soldaten des Regimes und 86 Rebellen. Der libanesische TV-Sender Al-Manar meldete, die Armee und mit ihr verbündeten Milizen seien entschlossen, die Belagerung von zwei schiitischen Dörfern nördlich von Aleppo zu durchbrechen. Der Sender gehört zur libanesischen Schiiten-Miliz Hisbollah, die mit dem syrischen Regime verbündet ist.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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