Syrien
Rotes Kreuz holt Verletzte aus Kampfgebiet

Dem Roten Kreuz gelang es, 27 Verletzte aus der von syrischen Regierungstruppen belagerten Rebellenhochburg Homs zu holen. Nun wollen die Helfer eine täglich zweistündige Kampfpause aushandeln.
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Genf/AmmanNach wochenlangem Beschuss durch die syrische Armee haben Helfer erstmals Verletzte aus einem umkämpften Stadtteil der Rebellenhochburg Homs gebracht. Die Organisation Roter Halbmond habe zunächst sieben Frauen und Kinder in ein Krankenhaus in der Stadt begleitet, teilte das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) am Freitag in Genf mit.

Weitere 20 unverletzte Frauen und Kinder wurden demnach später in ein sicheres Gebiet gebracht. Es handele sich um einen ersten Schritt, sagte eine IKRK-Sprecherin. Sicherheitskräfte von Staatschef Baschar al-Assad töteten in Homs und anderen Regionen Syriens nach Darstellung von Oppositionellen allein am Freitag insgesamt 103 Menschen. Die meisten von ihnen seien Zivilisten gewesen.

Die IKRK-Sprecherin sagte, die Rettung von Schwerverletzten und Kranken aus dem umkämpften Viertel habe Vorrang. In dem Gebiet haben sich Gegner Assads verschanzt. Die Hilfsorganisation hofft, die Evakuierung am Samstag fortsetzen zu können. Das IKRK hatte mit der syrischen Regierung und der Oppositionellen über die Aktion verhandelt. Außerdem wolle man die syrischen Behörden um eine täglich zweistündige Kampfpause bitten, sagte eine weitere IKRK-Vertreterin. In dieser Zeit könnten Mitarbeiter in alle betroffenen Gebiete, darunter Homs, gehen, um dringend benötigte Hilfe zu übergeben.

In Baba Amro sind neben den Bewohnern und Kämpfern der Opposition auch ausländische Journalisten eingeschlossen, von denen zwei schwer verletzt sind. Die Reporter wollten das Viertel nicht ohne die Anwesenheit von IKRK-Vertretern und Diplomaten verlassen. Zudem verlangten sie eine Feuerpause, um Zivilisten die Flucht zu ermöglichen. Vor wenigen Tagen kamen in Homs zwei westliche Reporter ums Leben. Beim gewaltsamen Vorgehen der syrischen Sicherheitskräfte gegen Regierungskritiker sind am Freitag nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten mehr als 50 Menschen getötet worden.

Allein in der Protesthochburg Homs seien 22 Zivilisten getötet worden, berichtete am späten Abend die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. In der Provinz Hama im Zentrum des Landes seien bei Militäreinsätzen 18 Menschen getötet worden, darunter mindestens drei Kinder. Auch in anderen Landesteilen kam es zu Gewalt, insgesamt starben den Angaben zufolge mindestens 53 Menschen.

Wie die in London ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte weiter berichtete, gingen am Freitag landesweit erneut zehntausende Menschen gegen Präsident Baschar al-Assad auf die Straße. Der Staatschef sieht sich seit Monaten heftigen Protesten ausgesetzt, die er von seinen Sicherheitskräften mit brutaler Gewalt niederschlagen lässt. In Tunesien hatte sich am Freitag erstmals die Syrien-Kontaktgruppe getroffen.

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  • So jetzt muss ich dich unterbrechen:
    Die Freunde Syriens - hast erstmal die Größe gesehen? Hast die Menge an Konferenzteilnehmern gesehen alles?

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