Territorialstreit
Japan unterstützt Chinas Nachbarn

Japans Regierungschef macht mobil gegen China: Japan will Länder unterstützen, die sich gegen chinesische Territorialansprüche vor ihren Küsten wehren. China warnt Abe.
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SingapurJapan geht bei den Territorialstreitigkeiten in asiatischen Gewässern auf Konfrontationskurs mit China. Ministerpräsident Shinzo Abe kündigte am Freitag konkrete Unterstützung für Länder wie die Philippinen und Vietnam an, die sich gegen chinesische Ansprüche auf Inseln in ihren Küstengewässern wehren.

„Japan hat die Absicht, eine noch größere und aktivere Rolle als bislang bei der Friedenssicherung in Asien zu spielen“, sagte Abe zum Auftakt der Sicherheitskonferenz Shangri-La-Dialog in Singapur. Die amerikanisch-japanische Allianz sei der Grundpfeiler des Friedens in der Region.

Kein Land dürfe Ansprüche mit Gewalt durchsetzen, sagte Abe, ohne China direkt zu nennen. Das internationale Recht müsse überall geachtet werden. Japan ist im Ostchinesischen Meer selbst mit China in einen Inselstreit verwickelt.

In China war Abes Rede mit Sorge erwartet worden. Zeitungen warnten vor einer Verschärfung von Spannungen. Die chinesische Delegationsleiterin Fu Ying äußerte in einer Fernsehdebatte in Singapur vor dem Auftakt der Konferenz am Freitag Sorge „über die Richtung, in die Abe Japan führt“.

Die philippinische Küstenwache erhalte zehn Patrouillenboote, sagte Abe, Vietnam bekomme auch Hilfe. Vor den Küsten beider Länder wachsen seit Monaten die Spannungen, weil China seine Ansprüche dort mit zahlreichen Schiffen untermauert. Vor Vietnams Küste errichteten die Chinesen im Mai eine Ölplattform in einem umstrittenen Gebiet. Daraufhin kam es in Vietnam zu schweren anti-chinesischen Ausschreitungen mit einigen Toten.

Der Shangri-La-Dialog wird zum 13. Mal vom Internationalen Institut für Strategische Studien (IISS) organisiert. Verteidigungsminister und Sicherheitsexperten diskutieren vor allem über Sicherheitsfragen in Asien. Es nehmen unter anderem die Verteidigungsminister der USA, Japans und Südkoreas teil.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Der wirtschaftliche Aufschwung Chinas und Minderwertigkeitskomplexe aus der Vergangenheit führen zu dieser aggressiven Politik, die jeglichem internationalen Recht widerspricht. Das schwert in China aber niemand. Die chinesische Bevölkerung begrüßt die Ausweitung der territorialen Ansprüche weitgehend und die dortige Regierung lenkt damit geschickt von inneren Problemen ab. Die Anrainerstaaten sind zu schwach und die USA wollen nicht in einen Krieg mit China hineingezogen werden. Die internationale Gemeinschaft will mit China Geschäfte machen und hält sich zurück. Das ermutigt natürlich die Chinesen, sich ganz einfach nach dem Recht des Stärkeren zu nehmen, was sie haben wollen. Wenigstens macht es ihnen Japan nicht zu einfach.

  • es werden wohl Ziele abgesteckt, bzw Kriegsparteien wer gegen wen, oder was?

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