Terror-Ermittlungen
Britische Fahnder finden Sprengsatz-Koffer im Wald

In einem Waldgebiet bei High Wycombe unweit der britischen Hauptstadt London haben Terrorfahnder einen Koffer gefunden, in dem sich Material für einen Sprengsatz befand. In der 120 000-Einwohner-Stadt Hygh Wycombe war einer der mutmaßlichen Terroristen gefasst worden, die Anschläge auf US-Flüge verüben wollten.

HB LONDON. Das Waldgebiet bei High Wycombe stand seit Tagen im Zentrum des massiven Polizeieinsatzes wegen der mutmaßlich geplanten Attentate auf Passagierflugzeuge. Der Kofferfund wurde als Hinweis darauf gewertet, dass sich die Polizei auf der richtigen Spur befindet.

Am späten Mittwochabend hatte eine Gericht in London entschieden, dass 23 mutmaßliche Flugzeug-Terroristen weiter ohne Anklageerhebung verhört werden können. Das Gericht gewährte Scotland Yard erwartungsgemäß eine Verlängerung der Untersuchungshaft um weitere sieben Tage sowie in zwei Fällen um weitere fünf Tage.

Insgesamt dürfen Terrorverdächtige nach den neuen britischen Anti- Terror-Gesetzen bis zu 28 Tage ohne Anklageerhebung festgehalten und vernommen werden. Allerdings müssen Gerichte nach sieben sowie nach 14 Tagen jeweils die Gründe dafür prüfen und Haftverlängerungen genehmigen.

Scotland Yard hat im Zusammenhang mit der Aufdeckung mutmaßlicher Pläne zur Sprengung von bis zu zehn Passagiermaschinen seit dem 10. August 25 Verdächtige festgenommen. Zwei von ihnen wurden in den letzten Tagen ohne Anklageerhebung frei gelassen. Das Gericht erlaubte die Verlängerung der Untersuchungshaft von 21 Verdächtigen für sieben und von zwei Verdächtigen für fünf Tage.

Scotland Yard begründete die Anträge auf Verlängerung der Haft unter anderem damit, dass die Untersuchung sehr umfangreich und kompliziert sei. Dazu gehörten nicht nur Vernehmungen, sondern auch die Durchsuchung von Wohnungen sowie möglichen Verstecken für Materialien zum Bau von Sprengkörpern im Freien.

Wie am Donnerstag bekannt wurde, hat die britische Polizei schon in der vergangenen Woche zwei weitere Personen wegen des Verdachts terroristischer Aktivitäten festgenommen. Der Mann und die Frau, die aus Algerien stammen sollen, wurden im walisischen Hafen Holyhead in Gewahrsam genommen, teilten die Sicherheitskräfte mit. Ein direkter Zusammenhang zur Großfahndung wegen möglicher Attentate auf Passagierflugzeuge bestehe aber nicht.

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