Terroristen auf den Philippinen
Militäreinsatz fordert etliche Tote

Sie entführen Touristen und halten auch die heimische Bevölkerung in Atem: Die islamistischen Extremisten der Gruppe Abu Sayyaf auf den Philippinen. Jetzt hat das Militär durchgegriffen – allerdings nicht ohne Verluste.

ZamboangaBei einem tagelangen Einsatz der philippinischen Armee gegen eine Extremistengruppe sind nach Militärangaben 26 Islamisten und drei Soldaten getötet worden. Soldaten hätten am Sonntag ein Lager der Islamisten auf der südlichen Insel Basilan gestürmt, sagte ein Armeesprecher. Rund 300 Soldaten, unterstützt von Artillerie und Kampfhubschraubern, hatten am Montag mit dem Einsatz gegen die Abu Sayyaf begonnen. An den heftigen Gefechten waren den Angaben zufolge rund 150 Extremisten beteiligt.

Die Armeeangaben zu den getöteten Extremisten konnten nicht von unabhängiger Seite überprüft werden. Der Militärsprecher sagte, die Leichen der Abu Sayyaf-Kämpfer hätten nicht geborgen werden können, weil sie entsprechend muslimischem Brauch sofort von Einwohnern bestattet worden seien.

Bei der Räumung des eroberten Lagers am Sonntag explodierte laut Armee ein Sprengsatz, den die Extremisten zurückgelassen hatten. Dabei seien zwölf Soldaten verletzt worden. Zudem wurden demnach bei dem tagelangen Einsatz 16 Islamisten und 14 Soldaten verletzt. Die geflohenen Extremisten würden verfolgt, hieß es weiter.

Die Insel Basilan war lange Zeit eine Hochburg von Abu Sayyaf. Die Gruppe wurde in den 90er Jahren mit Geld von Al-Kaida-Führer Osama bin Laden gegründet. Sie wurde durch die Entführung zahlreicher Ausländer bekannt; erst im Oktober ließ sie zwei Deutsche nach einem halben Jahr in Geiselhaft frei. Neben den wiederholten Entführungen von Christen und Ausländern, um Lösegeld zu erzwingen, verübte die Gruppe zahlreiche Anschläge.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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