Terrorprozess
17 Jahre Haft für spanischen El-Kaida-Führer

Im größten Gerichtsverfahren in Europa gegen El Kaida hat der Nationale Gerichtshof in Madrid am Montag 18 Angeklagte wegen Mitgliedschaft in der Terror-Organisation zu Haftstrafen von bis zu 27 Jahren verurteilt. Sechs Angeklagte wurden freigesprochen.

HB MADRID. Der mutmaßliche Anführer der islamistischen Organisation in Spanien, Imad Eddin Barakat Yarkas, wurde zu 27 Jahren Haft verurteilt. Die Richter befanden ihn für schuldig, mit den Attentätern der Anschläge vom 11. September 2001 in den USA konspiriert zu haben. Vom Vorwurf des Mordes in Zusammenhang mit den Angriffen wurde er aber freigesprochen.

17 weitere Angeklagte wurden zu Haftstrafen zwischen sechs und elf Jahren verurteilt. Der frühere Starreporter Taisir Aluni vom arabischen TV-Sender El Dschasira erhielt sechs Jahre Haft. Die spanischen Richter blieben mit ihren Urteilen weit unter dem von der Anklage geforderten Strafmaß. Für den Hauptangeklagten hatte die Staatsanwaltschaft über 74 000 Jahre Haft gefordert. Die Verteidigung hatte Freispruch für alle Angeklagten gefordert. Die Attentate auf Nahverkehrszüge in Madrid am 11. März 2004 waren nicht Gegenstand des Prozesses.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%